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Zucker ist nicht süß!

Jedes Jahr sterben drei Millionen Menschen weltweit an Diabetes. Mangelnde Bewegung und falsche Ernährung sind die wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren. Es gibt Mittel und Wege, um effektiv gegenzusteuern.


FOTO: fotolia

Lisa Ringhofer, Diätologin im Landesklinikum Wiener Neustadt
Dr. Christian-Armin Rosenberg, Stoffwechselzentrum Lebens.Resort Ottenschlag

Landesklinikum
Wiener Neustadt
Corvinusring 3–5
2700 Wiener Neustadt
Tel.: 02622/9004-0
www.wienerneustadt.lknoe.at

Diabetes – die Stoffwechselerkrankung, die im Volksmund „Zucker“ heißt, ist alles andere als eine „süße Angelegenheit“. Denn Betroffene, die einen chronisch erhöhten Blutzucker aufweisen bzw. eine schlechte Blutzuckereinstellung haben, entwickeln in vielen Fällen gefährliche Folge­erkrankungen. Spätkomplikationen zeigen sich an unterschiedlichen Organen wie dem Herzen, den Nieren oder den Augen. Diese Schädigungen verursachen höhere Krankheits- und Sterblichkeitsraten bei Diabetikern im Vergleich zu gesunden Menschen.
Viele Diabetes-Folgekrankheiten können aller­dings auch schon in einem sehr frühen Stadium der Erkrankung auftreten, und: Das Risiko, etwa eine gefährliche Gefäßerkrankung zu entwickeln, ist bei zuckerkranken Menschen um das Vier- bis Fünffache höher als bei der Normalbevölkerung.

Eine Epidemie

Soweit, so schlecht, doch noch besorgniserregender ist die Tatsache, dass Diabetes sich nahezu epidemisch ausbreitet. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht in diesem Zusammenhang von der größten Herausforderung an das öffentliche Gesundheitssystem in den nächsten Jahrzehnten. Für das Jahr 2030 prognostizieren die Experten 552 Millionen Diabetiker, und besonders beunruhigend ist das Faktum, dass auch immer mehr Kinder und Jugendliche vom Typ-2-Diabetes betroffen sind.
Auch in Europa entwickelt sich der Typ-2-
Diabetes weg von einer Alterserkrankung hin zu einer Wohlstandserkrankung. Denn Diabetes betrifft immer mehr Menschen, die bereits in der ersten Lebenshälfte wegen ihres Lebensstils erkranken.
In Österreich sind derzeit rund 600.000 Menschen an Diabetes erkrankt, wobei 420.000 Diabetiker diagnostiziert sind und 180.000 ohne Diagnose leben, aber mit den noch schlummernden gesundheitlichen Risiken einer voranschreitenden Krankheit. Für die nächsten Jahre ist auch für unser Land ein epidemiehafter Anstieg der Erkrankung um etwa 50 Prozent prognostiziert. Somit würde 2050 jeder fünfte über 45-jährige Österreicher an Diabetes leiden.

Übergewicht & Diabetes

Kein Wunder, könnte man zynisch sagen, ist doch ein „diabetesauslösender“ Lebensstil – gekennzeichnet durch Übergewicht bzw. Adipositas, eine ungünstige Ernährungsweise und Bewegungsmangel – auch bei uns weit verbreitet. Und in der Tat weiß man heute, dass ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Adipositas und der Entwicklung von Typ-2-Diabetes besteht:  „Der zunehmende Fettanteil im Körper von stark über­gewichtigen Menschen bewirkt auch, dass das körpereigene Insulin, das blutzuckersenkend wirkt, immer weniger Wirkung entfalten kann. Daher wird eine Überproduktion dieses Hormons angefacht, was wiederum negative Einflüsse auf Gewicht, Blutdruck und Blutfette hat, denn Insulin ist auch ein „appetitanregendes“ Hormon: Der Appetit steigt, es wird immer mehr gegessen, man nimmt zu, die entsprechenden Blutwerte verschlechtern sich – das ist ein Teufelskreis“, erklärt Dr. Christian-Armin Rosenberg vom Stoffwechselzentrum Lebens.Resort Ottenschlag, wo man unter anderem auch auf die Behandlung von Diabetikern spezialisiert ist. Niederösterreich ist in dieser Hinsicht keine Insel der Seligen, sondern wies laut Statistik Austria schon 2006/2007 mit einer entsprechenden Dunkelziffer etwa 100.000 bis 110.000 Diabetiker auf.

Teufelskreis durchbrechen

In Ottenschlag freilich weiß ein multidisziplinäres Team aus Ärzten, diplomiertem Pflegepersonal, Bewegungstherapeuten, Diätologinnen und Psychologinnen unter der Leitung eines erfahrenen Internisten mit Betroffenen umzugehen, denn der beschriebene Teufelskreis lässt sich durchbrechen: „Im Wesentlichen geht es um die beiden Säulen der bewussten, ausgewogenen und kontrollierten Ernährung und eines individuell angepassten Bewegungsprogramms. Damit kann man sowohl dem Übergewicht als auch der Insulin­resistenz entgegenwirken und damit auch dem Diabetes vorbeugen“, sagt der Mediziner Rosenberg, der stolz auf die Erfolgsbilanz seiner Einrichtung verweist. „Unsere Patienten erzielen oft sensationelle Erfolge. Bei entsprechender Motivation kommt es innerhalb von drei Wochen zu einer Gewichtsabnahme von rund acht bis neun Kilogramm, im Labor sehen wir sehr schön rückläufige Blutwerte, vielfach sinkt der Blutdruck, und häufig brauchen die Patienten auch wesentlich weniger Medikamente und Insulin. Dadurch verbessern sich die Prognose und die Lebensqualität der Betroffenen entscheidend.“

Medikamentöse Behandlung

Was die Therapie von Diabetes betrifft, so sieht der Experte zunehmend bessere Behandlungsmöglichkeiten. Schon jetzt gibt es ein großes Spektrum an Medikamenten, und laufend werden auch neue Insuline entwickelt. „In abseh­barer Zeit wird es wahrscheinlich auch ein sogenanntes geschlossenes Insulinsystem geben, bei dem der Patient ein Gerät zur Hand bekommt, das automatisch seine Werte misst und die notwendige Menge an Insulin verabreicht.“

Ganzheitliche Lebensumstellung

Für Typ-2-Diabetiker bleibt freilich zunächst die Ernährungsumstellung die Basis der Behandlung, die Normalisierung des Körpergewichts und die regelmäßige Bewegung. „Die Diabetes­therapie bedeutet tatsächlich eine ziemlich komplette Lebensumstellung und funktioniert in der Regel am besten, wenn man sie ganzheitlich sieht“, sagt dazu die Diätologin Lisa Ringhofer vom Landesklinikum Wiener Neustadt. „Das heißt: Nicht nur Insulin spritzen und Medikamente nehmen, sondern wirklich die drei Pfeiler Ernährung, Bewegung und Psyche mit ins Boot nehmen.“ Besonders wichtig für Diabetiker sei auch die Regelmäßigkeit, vor allem natürlich beim Essen: So sind bis zu sechs abwechslungsreiche Mahlzeiten über den Tag verteilt am günstigsten für das Blut­zuckerprofil, damit der Körper optimal versorgt ist.
„Das mag anfangs ein bisschen schwierig sein, denn wir alle sind es immer mehr gewohnt, uns keine Zeit für das Essen zu nehmen, aber da muss man sich ein bisschen überwinden und sich sagen: Ich brauche und ich nehme mir die Zeit für das Essen, für die Bewegung und gegebenenfalls für das Spritzen und die Medikamente. Hat man diesen Sprung geschafft, so ist wirklich viel gewonnen“, so die Diätologin.

Experten in eigener Sache

In der Tat müssen gerade Diabetiker lernen, Experten in eigener Sache zu werden. Unterstützen können sie dabei auch die vielen entsprechenden Selbsthilfegruppen. „Im Grunde genommen ist der Diabetiker für seinen Krankheitsverlauf selbst verantwortlich. Er braucht zwar den Arzt, der ihm den Weg weist, aber gehen muss er diesen selbst“, sagt auch die Leiterin der Diabetiker-Selbsthilfegruppe Tulln, Angela Rotter, die den Austausch unter Betroffenen als eines der wichtigsten Elemente der Selbsthilfe sieht. Und: „Das Wichtigste ist, dass der Mensch selbst akzeptiert, dass er diese Krankheit hat und damit umgehen muss – dann ist das alles keine allzu große Belastung. Ich persönlich sehe Diabetes auch nicht als Einschränkung. Es ist halt ein bisschen eine andere Art zu leben – man muss annehmen, dass man manches eben anders machen muss als ein völlig gesunder Mensch.“

Gesunder Darm

Welche Rolle spielen Darmbakterien bei der Entwicklung von Übergewicht und Diabetes? Im menschlichen Darm existieren etwa zehnmal mehr Bakterien, als
der menschliche Körper Zellen hat – Trillionen also, und viele von ihnen sind noch völlig unbekannt.
Aber mehr und mehr kommen Forscher ihren Geheimnissen auf die Spur, und in letzter Zeit mehren sich die Hinweise, dass die Bakterien im Darm auch etwas mit Übergewicht und Diabetes zu tun haben könnten.

  • Darmbakterien und Übergewicht: Mit jedem Stuhlgang werden auch Darmbakterien oder Schnipsel ihres Erbguts ausgeschieden. Modernste Technik macht es heute möglich, diese Erbgutschnipsel zu identifizieren.
    So können Wissenschafter Rückschlüsse ziehen, zu welchem Darmbakterium das Erbgut gehört und welche Funktion es möglicherweise hat.
    Bei übergewichtigen Menschen hat man Besonderheiten in der Darmflora gefunden. Sie haben viele sogenannte Firmicutes-Bakterien im Darm. Diese Mikroorganismen helfen, schwer verdaubare Kohlenhydrate aufzunehmen, und sind sehr gute Nahrungsverwerter. 
  • Darmbakterien und Diabetes: Wie neuere Untersuchungen zeigen, könnte auch ein Zusammenhang mit der Entstehung von Typ-2-Diabetes gegeben sein. Man geht nämlich davon aus, dass bei dieser Erkrankung auch kleine Entzündungen im Darm mitbeteiligt sind – Entzündungen, die wiederum von Bakterien verursacht sein könnten und die die Darmbarriere, die normalerweise dafür sorgt, dass keine Bakterien und Schadstoffe in den Körper gelangen, „löchrig“ machen.
  • Mögliche neue Therapien: Ernährungsmediziner denken daher darüber nach, wie die Darmflora von übergewichtigen Menschen positiv beeinflusst werden könnte. Hinweise gibt es darauf, dass allein eine Verringerung der Essensmenge das Verhältnis der verschiedenen Bakterienarten im Darm verändert. Und man nimmt an, dass die Qualität des Essens die Darmflora beeinflusst. Außerdem könnten probiotische Präparate mit entsprechenden Mikroben den Darm und seine Bakterien gezielt manipulieren.
    Die Wunderpille, die den Darm in einen „Schlankmacher“ verwandelt, wird es allerdings nicht geben. Weniger und gesünder essen, mehr Ballaststoffe und regelmäßige Bewegung sind nach wie vor die Maßnahmen, die die meisten Kilos purzeln lassen.

Niederösterreich setzt Initiativen

Da der Weg zum gesunden Lebensstil oft nicht auf eigene Faust gemeistert werden kann, haben Experten verstärkt über Anreize zur individuellen Verhaltensänderung nachgedacht. In Niederösterreich werden bereits gezielt Maßnahmen gesetzt: Die Initiative »Tut gut!« stärkt die Eigenverantwortung der Niederösterreicher für die eigene Gesundheit und Lebensqualität und agiert als Drehscheibe für Gesundheitsförderung und Prävention.

  • „Durch Dick und Dünn“, das Gesundheitsprogramm für übergewichtige Kinder und Jugendliche, arbeitet in Form von interdisziplinären Gruppenschulungen an einem möglichst frühen und flächendeckenden Gegensteuern zu Adipositas. Stark übergewichtige Kinder und deren Eltern erhalten dabei mehr als nur Wissen vermittelt – mit je 60 Trainingseinheiten wird eine echte Verhaltensänderung erlernt. Die Resultate zeigen, dass es nicht nur zu einem deutlichen Gewichtsverlust bei den Betroffenen kommt, sondern dass sie bei Programmende Essen auch deutlich weniger als Mittel gegen emotionale Belastungen sehen, und sie verbringen auch weniger Stunden vor dem Fernseher.
  • „Vorsorgeaktiv“, das Gesundheitsprogramm für Erwachsene mit nachgewiesenen Risikofaktoren, setzt auf sechs- bis neunmonatige Begleitung der Betroffenen und verzeichnet ebenfalls gute Langzeiterfolge in der Verhaltensänderung Richtung gesunder Lebensstil, die auch vom Department für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie, Donau-Universität Krems, wissenschaftlich untersucht und nachgewisen werden konnten. Das Programm gibt es derzeit in zahlreichen NÖ Gemeinden.
    Die Teilnahme wird allen Menschen empfohlen, die bei einer Vorsorge­­unter­suchung von ihrem Arzt die Empfehlung bekommen, den Lebensstil zu ändern. Meist kann man sich bei seinem Arzt dafür anmelden.

Informationen: Initiative »Tut gut!«, Tel.: 02742/22655, www.noetutgut.at

Diabetes-Arten

  • Diabetes Typ 1
    Der Typ-1-Diabetes entsteht durch einen Mangel am Hormon Insulin, das normalerweise in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Die insulinbildenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden dabei durch körpereigene Abwehrstoffe (Antikörper) zerstört. Dadurch entsteht der klassische Insulinmangel-Diabetes, der meist im Kindes- oder Jugendalter beginnt, den es aber auch beim Erwachsenen gibt.
    Da Insulinmangel die Ursache des Typ-1-Diabetes ist, kann diese Form der Stoffwechselerkrankung nur mit Insulin behandelt werden.
  • Diabetes Typ 2
    Der Typ-2-Diabetes entsteht durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin (Insulinresistenz). Die jahrelange Überproduktion von Insulin führt letztlich zu einer Erschöpfung der insulinproduzierenden Zellen. Der Typ-2-Diabetes wurde gern als „Altersdiabetes“ bezeichnet, da er meist erst im Erwachsenenalter beginnt. Da Übergewicht und Adipositas auch schon bei Jugendlichen verstärkt auftreten, sind allerdings immer mehr Teenager und junge Erwachsene betroffen.
    Die Basis der Behandlung sind Ernährungsumstellung, Normalisierung des Körpergewichts und regelmäßige Bewegung. Erst wenn diese Lebensstilmaßnahmen ohne den gewünschten Erfolg bleiben, wird medikamentös behandelt. Später, wenn der Insulinmangel größer ist, wird auch Insulin gegeben.

Übergewicht und Folgeerkrankungen – neue Wege, gegenzusteuern

Der EUFEP-Kongress

Österreich ist eine der EU-Nationen mit den meisten Fettleibigen: Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sind 21 Prozent der Österreicherinnen und 23 Prozent der Österreicher adipös und haben einen Body-Mass-Index von über 30. Grund genug für die Lancierung des Themas im Rahmen des vierten Europäischen Forums für evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention (EUFEP), das im Juni in Krems stattfand. Denn: Übergewicht und Adipositas sind bedeutende Risikofaktoren für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Muskel- und Skeletterkrankungen oder Krebs, und Adipositas ist weltweit die fünfthäufigste Todesursache.

Was beim international besetzten Kongress offensichtlich wurde: Nirgends gibt es derzeit Patentrezepte im Kampf gegen Adipositas – und auch noch nicht in der Prävention, bestätigt zum Beispiel die österreichische Kongress-Referentin Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder, Sozialmedizinerin am Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien. Es fehle noch massiv an Wissen, an entsprechenden Studien. „Aber man kann bei uns auch nicht von einer Epidemie sprechen. Wir haben mehr übergewichtige Kinder als früher, aber der Wert stagniert.“ Beim Kongress äußerten internationale Experten, dass Werbung für Junk Food schlicht und einfach unethisch sei, man müsse sie verbieten. In Österreich wurde eine Gesundheitsbroschüre an Volksschulen aufgelegt, bestückt mit Werbung für Süßigkeiten und Softdrinks. Die Rechtfertigung der Verantwortlichen: Ohne dieses Zugeständnis seien keine Sponsoren zu gewinnen ... Auch irreführende Werbung wird als Problem gesehen, insbesondere wenn vermeintlich „gesunde“ Lebensmittel beworben werden.

Vernünftige Ideen für die Politik

Generell müsse man sich auf politischer Ebene überlegen, wie man Rahmenbedingungen schaffen kann, die zu gesünderer Ernährung und zu mehr Bewegung animieren. So liege es etwa in der Hand der Gemeinden, sinnvolle Bewegungsräume zu schaffen. Eines der Beispiele, wie es nicht sein soll: In einer österreichischen Gemeinde sind Bahnhof und Schule nur einen Kilometer voneinander entfernt. Trotzdem hat die Gemeinde – mit Kosten von 100.000 Euro – einen Busshuttle installiert; gleichzeitig wird an der Schule „Bewegtes Lernen“ finanziert ...
Überlegungen der Experten beim 4. EUFEP-Kongress in Krems gehen quer durch alle Bereiche bis zur Steuerpolitik – zum Beispiel könnte man Gemüse und Obst erschwinglicher machen, indem man die Steuern auf diese wichtigen Lebensmittel senkt. Gleichzeitig gebe es zu wenig Druck auf die Lebensmittel-Industrie, endlich ein für Konsumenten aller Bildungsschichten verständliches Kennzeichnungssystem einzuführen, zum Beispiel ein Ampel-System. Und die Fettsteuer in Dänemark sei zu früh wieder gestrichen worden, bevor noch wirklich feststehen konnte, was sie bringt.

Bessere Kennzeichnung nötig

Es sei wichtig, die gesamte Verantwortung für einen gesunden Lebensstil nicht nur den einzelnen Menschen zu überlassen, betonten die Experten des internationalen Kongresses. Und es lohne sich, noch stärker Gesundheits- und Ernährungskompetenz zu fördern. In der Gemeinschaftsverpflegung, besonders an Schulen, wurden in den letzten Jahren schon viele Fortschritte erzielt. Eine gute und leicht umsetzbare Idee seien Trinkwasserspender in Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden. Für Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH, vom Department für Evidenzbasierte Medizin und klinische Epidemiologie an der Donau-Universität Krems, ist „erstaunlich, wie wenig wir wissen und wie viel Unsicherheit es beim Thema Adipositas und Prävention gibt.“ Deshalb sei der Kongress eine gute Möglichkeit, sich international zu vernetzen. Wichtig sei künftig, Forschung in diesem Bereich noch stärker interdisziplinär zu betreiben, um wirklich umfassende Antworten zu finden.
Informationen & Kurzfassungen der Vorträge: www.eufep.at

Selbsthilfe-Anlaufstellen – Diabetes

  • Dachverband der NÖ Selbsthilfegruppen
    Tor zum Landhaus, Wiener Straße 54 Stiege A/2. Stock, 3109 St. Pölten, Tel.: 02742/22644, www.selbsthilfenoe.at
  • Österreichische Diabetikervereinigung (ÖDV)
    Diabetikerselbsthilfe seit 1977 österreichweit, 50 Selbsthilfegruppen, 9 Beratungs- und Servicestellen, Erfahrungsaustausch, aktuelle Experteninformationen, Gruppentreffen, Kinder- und Jugendcamps, Sportwochen, Diabetes-Infotage u.v.m.
    Bundesservicezentrale: Moosstraße 18, 5020 Salzburg, Tel.: 0662/827722, oedv.office(at)aon.at, www.diabetes.or.at
  • Aktive Diabetiker Austria (ADA)
    Selbsthilfegruppen, die aus passiven „Zuckerkranken“ aktive Diabetiker machen. Viele Gruppen österreichweit, zehn gibt es in Niederösterreich.
    Kontakt: Dr. Erich Wolfrum (Obmann), Mittersteig 4/21, 1050 Wien, erich.wolfrum(at)aktive-diabetiker.at, www.aktive-diabetiker.at
  • Wir Diabetiker Niederösterreich
    Es gibt insgesamt 14 Gruppen in ganz Niederösterreich, inklusive Pumpenberatung. Martin Marhold, Föhrengasse 2/1/12, 3430 Tulln,
    Tel.: 0664/202193, wirdiabetikernoe(at)tele2.at, www.wdnoe.info