Wohlig warm
Die richtige Wärmedämmung spart auf lange Sicht Heizkosten und verbessert die Wohnqualität.
In der Küche hat bereits die Großmutter immer ihr legendäres Kalbsbeuschel zubereitet. Im Schaukelstuhl in der Ecke des Wohnzimmers saß stets der Opa und rauchte seine Pfeife. Und das Kinderzimmer, in dem die Mutter noch mit ihren Puppen gespielt hat, ist heute ein Büro. Zahlreiche Erinnerungen verbinden uns mit den Häusern, in denen wir aufgewachsen sind oder die wir von verstorbenen Familienmitgliedern geerbt haben. Doch mit der Zeit verändern sich die Lebensstandards. Wohnzimmer werden größer. Decken werden höher. Und auch die Bausubstanz leidet. Kalte Luft zieht durch den Fensterspalt, die Fassade bröckelt – und hat Großvater nicht einmal etwas von Asbest erwähnt? In einem solchen Fall ist eine Sanierung notwendig.
Fachleute heranziehen
Zuallererst ist eine gründliche Bestandsanalyse notwendig, in der die vorhandenen Mängel aufgezählt werden. Gibt es feuchte Mauern im Haus und somit Schimmelgefahr? Läuft das Wasser noch durch alte Bleirohre? Oder ist gar die Statik des Hauses beeinträchtigt? Anschließend sollte eine erste Kostenschätzung unternommen werden, um zu klären, ob eine Sanierung überhaupt noch sinnvoll ist. Wenn nicht, wäre ein kompletter Neubau anzudenken. Die Bestandsanalyse kann auch gleich für einen Planentwurf herangezogen und sollte von Fachleuten durchgeführt werden, damit auch wirklich alle Probleme als solche erkannt werden und korrekte Kosteneinschätzungen vorliegen.
Investition für die Zukunft
Zu den wichtigsten Gründen, die für eine Sanierung sprechen, gehört die Wärmedämmung. Nach einer optimalen Sanierung sind bis zu 80 Prozent Energieeinsparung möglich. Gleichzeitig fühlt man sich in Räumen wohler, in denen die Wandflächen warm sind. Deshalb ist eine ordentliche Wärmedämmung auch eine Investition in die Zukunft. Prinzipiell kann man sein Haus so stark dämmen, wie man möchte und ist nur von den baulichen Gegebenheiten, wie zum Beispiel den Dachvorsprüngen, eingeschränkt. Die Dämmung einer Außenwand über die eigene Grundstücksgrenze hinweg ist auf öffentlichem Grund bis zu 20 Zentimeter gestattet, allerdings je nach Standort nicht immer möglich. Abhilfe können Dämmstoffe mit einem hohen Lambda-Wert schaffen. Je höher der Wert, desto besser dämmt der Stoff. Somit kann er dünner auf die Wand aufgetragen werden. Da die Kosten für Arbeitskräfte, ein Gerüst usw. ohnehin entstehen, die Preisunterschiede unterschiedlich dicker Dämmstoffe aber nicht sehr stark variieren, wird empfohlen, lieber ein paar Zentimeter mehr aufzubringen und so für die Zukunft gewappnet zu sein.
Viel an Umweltbelastung und damit auch an Geld lässt sich mit einem zeitgemäßen Heizsystem einsparen. Lassen Sie sich beraten, zum Beispiel von Expertinnen und Experten der Energie- und Umweltagentur NÖ.
Informationen:
www.enu.at





