Schönheit kommt von innen
Richtige Ernährung und das Bewahren der seelischen Balance können die äußere Attraktivität positiv beeinflussen.
Dichtes, glänzendes Haar und ein ebenmäßiges Hautbild stehen auf der Wunschliste zumeist ganz oben, wenn es um den Erhalt der äußeren Schönheit geht. Und auch die Wissenschaft hat in vielen psychologischen Studien herausgefunden, dass neben fast symmetrischen Gesichtszügen makellose Haut als besonders attraktiv wahrgenommen wird – gilt frische, pralle Haut doch als Ausdruck von Gesundheit und Vitalität. Doch Stress, schlechte Ernährungsgewohnheiten und ein Zuviel an Sonne können der Haut zusetzen. Natürlich spielt auch der Alterungsprozess eine Rolle: Ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Elastizität und Festigkeit der Haut ab, weil weniger kollagene und elastische Fasern gebildet werden.
Lebensmittel als Schönheitsprodukte
Als unser größtes Sinnesorgan mit rund zwei Quadratmetern Oberfläche spiegelt die Haut unsere Ernährungsgewohnheiten und unseren Lebensstil wider. Mittlerweile verspricht eine Vielzahl an Produkten – vom Beautydrink über Tabletten bis zur Schokolade – den Alterungsprozess von innen zu bekämpfen und für ein schöneres Hautbild zu sorgen. Der Griff zu teuren Schönheitsmitteln, deren Wirkungen noch dazu wissenschaftlich umstritten sind, ist aber nicht zwingend notwendig. Kostengünstige Produkte aus dem Lebensmittelgeschäft, der Apotheke oder dem Garten können das Erscheinungsbild der Haut genauso verbessern. So zeigt die sogenannte „grüne Kosmetik“, wie sich mit Ölen, Milchprodukten, Honig oder Früchten sanfte und naturbelassene Pflegeprodukte mit nur wenigen Handgriffen selbst herstellen lassen.
Richtige Ernährung
Im Bereich der Anti-Aging-Maßnahmen, die das Ziel haben, den Alterungsprozess zu verlangsamen, wird der Ernährung eine große Rolle zugeschrieben. „Der Hautzustand und die Alterungsprozesse lassen sich bis zu einem gewissen Grad durch die Ernährung beeinflussen“, schreiben die Autorinnen des „Frauen-Ernährungsbuches“ (siehe Buchtipp). Falsche Ernährung, die reich an Zucker und Weißmehlprodukten ist, könne sich durch müde Haut, brüchige Nägel, Hautunreinheiten und vermehrte Faltenbildung bemerkbar machen. Negativ wirken sich auf das Aussehen auch Flüssigkeitsmangel aus, aber auch Rauchen, Schlafmangel, lange Aufenthalte in der Sonne oder im Solarium und Bewegungsmangel. Stress, Übergewicht und falsche Ernährung führen zur Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen im Körper. Mit den richtigen Lebensmitteln lassen sich solche Entzündungsreaktionen eindämmen. Zudem können sie der Haut einen Verjüngungsschub liefern. Dazu zählen Vollkornprodukte, Lachs, Nüsse, ungezuckerte Tees oder Gewürze wie Kurkuma oder Zimt.
In Balance kommen
Gutes Aussehen ist aber auch eine Frage der seelischen Ausgeglichenheit, meint der Psychologe Dr. Norman Schmid, der in St. Pölten eine Praxis betreibt: „Schönheit geht auch ganz stark von innen aus. Personen, die mit sich im Gleichgewicht sind, wirken nach außen schöner. Das hängt mit der Authentizität zusammen, einer Stimmigkeit zwischen dem Wesen, Verhalten und Äußeren einer Person.“ Typische Belastungsfaktoren, die das innere Gleichgewicht ins Wanken bringen, seien Stress, Konflikte in der Arbeit oder der Partnerschaft und fehlende Zeit für die eigenen Bedürfnisse, sagt Schmid: „Symptome sind zunächst Unausgeglichenheit, Gereiztheit psychosomatische und Schlafbeschwerden bis hin zu Depressionen. Häufige Folgen sind Leistungsmangel, sozialer Rückzug und die Reduktion von Hobbys.“ Der Psychologe empfiehlt Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen, die leicht in den Alltag integriert werden können. In seinem heuer veröffentlichten Buch „abschalten & auftanken“ stellt er 52 Übungen vor, um sich kurze Auszeiten zu gönnen. Und wer durch Entschleunigung wieder in Balance kommt, wird damit nicht nur das eigene Wohlbefinden steigern, sondern auch auf seine Umwelt attraktiv wirken.
Tipps für die richtige Ernährung
Nahrungsmittel mit hautverjüngender und straffender Wirkung:
- Täglich eine Portion Sojaprodukte (Sojamilch, Sojadesserts, Sojajoghurt, Sojabohnen, Tofu) einnehmen. Die darin enthaltenen Phytoöstrogene können während und nach den Wechseljahren den Abbau von Kollagen und Elastinfasern in der Haut verringern.
- Statt zu entzündungsfördernden Ölen wie Maiskeim- und Sonnenblumenöl beim Kochen lieber zu Rapsöl greifen. Speisen mit Hanföl, Leinöl, Olivenöl, Sojaöl und Walnussöl verfeinern.
- Wichtige Omega-3-Fettsäuren enthalten Seefische wie Lachs, Hering, Makrele und Sardinen, aber auch Avocado, Leinsamen und Walnüsse.
- Mindestens fünf Mal täglich frisches Gemüse und Obst essen. Schutz gegen freie Radikale bieten Brombeeren, Erdbeeren, Grapefruit, Heidelbeeren, Himbeeren, Ribisel/Johannisbeeren, Karotten, Marillen, Oliven, Orangen, rote Paprika, Spinat, Tomaten und blaue Trauben.
- Mineralwasser, ungezuckerten schwarzen oder grünen Tee sowie Kräutertee trinken.
- Ananas und Granatapfel sorgen wegen ihres hohen Gehalts an Antioxidantien (sowohl äußerlich als auch innerlich angewandt) für schöne Haut.
- Entzündungshemmende Gewürze wie Kurkuma, Ingwer oder Zimt verwenden.
- Täglich ein bis zwei Paranüsse essen.
- Vollkornprodukte bevorzugen (Brot, Müsli, Getreideflocken, Vollkornnudeln).
Quelle: Das Frauen-Ernährungsbuch
Buchtipps
Das Frauen-Ernährungsbuch
Gesund, fit und schön ein Leben lang
Von Agnes Budnowski, Flora Koller, Martina Kreuter, Monika Matal
ISBN: 978-3-851759914, 19,90 Euro
Abschalten & auftanken. 52 Übungen für Achtsamkeit & Co. Von Norman Schmid
ISBN: 978-3-990020036, 16,90 Euro





