Richtig heizen und lüften
Kommen Sie gesund, sparsam und klimafreundlich durch den Winter: Kurz und kräftig lüften, die Raumtemperatur mit einem Thermostatventil regeln, die Heizkörper vor den Vorhang holen – so einfach ist Energiesparen und Klimaschützen!
Ein österreichischer Durchschnittshaushalt verbraucht ungefähr die Hälfte seiner Gesamtenergie für die Raumheizung. Ganz einfache Maßnahmen reduzieren diesen Verbrauch deutlich.
Temperatur absenken: 6 auf einen Streich!
In vielen Räumen ist es wärmer als notwendig. Die Raumtemperatur um nur 1 Grad Celsius zu senken, erspart aber bereits rund 6 Prozent Heizenergie! Die folgende Temperaturabstufung sorgt für ein behagliches Wohngefühl und nützt außerdem die Energie optimal aus:
- Wohnräume: 20 bis 22 °C
- Schlafzimmer: 16 bis 18 °C
- Kinderzimmer: 20 bis 21 °C
- Bad: 20 bis 24 °C
- Vorzimmer: 15 bis 16 °C
Gleichmäßig warm mit Thermostatventil
Ein Thermostatventil am Heizkörper sorgt dafür, dass die Temperatur im Zimmer auf dem gewünschten Niveau bleibt. Das spart Heizkosten und sorgt für optimale, gleichmäßige und behagliche Wärme – und das an- und abdrehen am Heizkörper ist Geschichte.Bequem sind auch Heizsysteme mit einer Zeitschaltung. Sie steuern den Heizbedarf unter Berücksichtigung der Lebensgewohnheiten und sorgen zum Beispiel für die automatische Nachtabsenkung oder für geringere Temperaturen, wenn die ganze Familie am Arbeitsplatz und in der Schule ist. Es ist ein leicht verständliches, aber oft immer noch nicht beachtetes Faktum, das auch mit früheren Gewohnheiten zusammenhängt: Verbaute oder durch lange Vorhänge verdeckte Heizkörper geben weniger Wärme ab, weil Luftzirkulation und Wärmestrahlung beeinträchtigt sind. Am besten ist es, auf Heizkörperverkleidungen zu verzichten und Vorhänge zur Seite zu binden.
Heizkörper entlüften
Eine schlecht gewartete Heizung kann bis zu 20 Prozent mehr Energie verbrauchen. Luft im Heizkreis reduziert die Wasserzirkulation und dadurch die Wärmeabgabe. Wenn es in den Rohren gluckert, gehören die Heizkörper entlüftet. Mit einem Entlüftungsschlüssel kann man das leicht selber machen, es dauert nicht lang und spart Energie. Und die Heizung arbeitet wieder effizient. Was Sie auch einplanen sollten: Die regelmäßige Wartung des gesamten Heizsystems durch Fachleute spart ebenfalls Energie. Dafür eignet sich das Frühjahr, der Sommer oder der Herbst. Wenn Sie allerdings das Gefühl haben, früher hat das System besser funktioniert, zögern Sie nicht, Experten zu holen.
Richtig lüften – wichtig für Ihre Gesundheit
Lüftung war früher kein Thema, durch undichte Fenster und Türen geschah das einfach nebenbei. Bei heute üblichen neuen Fenstern und Türen ist der Wärmeverlust und Luftaustausch durch Wärmeschutzverglasung, Dichtungen und fachgerechten „dichten“ Einbau im Vergleich nur sehr gering.
Wird nicht ausreichend gelüftet, unterbinden die dichten Fenster nicht nur Energieverluste, sondern führen auch dazu, dass sich Feuchtigkeit, Staub und Schadstoffe in den Wohn- oder Arbeitsräumen anreichern. Erhöhte Raumluftfeuchtigkeit kann zu Schimmelpilzbefall führen. Höhere Schadstoffkonzentrationen bringen reduziertes Wohlbehagen und gesundheitliche Beeinträchtigung mit sich.
Im Sommer sind in vielen Haushalten Fenster lange gekippt und Terrassentüren stundenlang offen. Keine Frage, das Haus ist gut gelüftet. Im Herbst und Winter wird die Versorgung mit Frischluft zum Dauerthema. Denn lüften bedeutet ja auch, dass kalte Luft hereinkommt. Allerdings brauchen wir frische Luft mit der richtigen Luftfeuchtigkeit, um uns wohl zu fühlen und leistungsfähig zu bleiben – und da hilft eben nur lüften. Aber wie macht man es richtig? Fenster gekippt lassen, und sei es nur für ein bis zwei Stunden, ist keine gute Lösung. Denn neben der Lufttemperatur ist auch die Temperatur der Wände ausschlaggebend dafür, ob wir einen Raum als angenehm warm empfinden. Bleiben die Fenster im Winter längere Zeit gekippt, kühlen Wände und Möbel aus. Wir empfinden dadurch den Raum als kalt, auch wenn die Luft nicht so kalt ist. Außerdem wird beim Kippen mehr Energie verbraucht. Besser für unser Wohlbefinden ist es, mehrmals täglich einige Minuten die Fenster ganz zu öffnen: entweder beim Querlüften gegenüber liegende Fenster oder beim Stoßlüften ein Fenster im Raum. Idealerweise ein bis fünf Minuten, und das drei- bis viermal pro Tag. So kommt frische Luft herein, ohne den Raum unnötig abzukühlen. Das verkürzt die Aufheizzeit, es wird weniger Energie zum Heizen benötigt.
Foto: bildagentur waldhäusl
Informationen + Beratung:
Hotline der Energieberatung NÖ, Tel.: 02742/22144,
office@energieberatung-noe.at, www.energieberatung-noe.at
„die umweltberatung“ Wien, Tel.: 01/8033232, service
umweltberatung.at. Auf www.umweltberatung.at finden Sie zahlreiche Informationen und Tipps und Sie können auch die folgenden Infoblätter und viele weitere downloaden: „Klimaschutz im Alltag“, „Richtig Lüften“, „Die optimale Heizung“
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Die Eingabe erfolgt über Computer oder Smartphone, das zentrale Steuerelement Cube gibt die Wünsche per Funk an spezielle Heizkörperthermostate weiter. Ergänzt wird das System durch Fensterkontakte zur Reduzierung der Heiztemperatur beim Lüften sowie durch einen Eco-Taster, der mit einem Knopfdruck die Heiztemperatur reduziert.
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