< vorhergehender Beitrag

Porentief rein

Milch, Tonic und Peeling sind die Standardprodukte für die Reinigung der Gesichtshaut. Was bewirken sie? Und warum sollte man sie verwenden?


FOTO: Fotolia

Kosmetikfirmen beschäftigen sich nicht nur mit der Entwicklung von Produkten, sondern auch intensiv mit deren Bewerbung. Die Werbung will uns weismachen, dass diverse Cremes, Lotionen und vieles mehr ein „Musthave“ in unserem Bad sind. Und schon gesellen sie sich zu den anderen hübschen Fläschchen, Tiegeln und Tuben. Doch was davon braucht man wirklich?

Reinigungsmilch und -schaum

Reinigungsmilch dient – wie der Name schon sagt – zur Reinigung. Im Laufe des Tages oder der Nacht sammeln sich Alltagsschmutz, Talg und Schweißabsonderungen auf der Haut. Viele Menschen reinigen einfach mit Wasser. Das ist besser, als gar nicht zu reinigen, aber in der Reinigungsmilch sowie im -schaum sind wertvolle Stoffe enthalten, sogenannte Tenside. Diese schaffen es in Verbindung mit Wasser, den Schmutz aufzunehmen und ihn abwaschbar zu machen. Dies ist wichtig für die oberflächliche Reinigung.

Tonic und Peeling

Das Tonic bringt die tiefe Reinigung. Es enthält genauso wie Reinigungsmilch einige Wirkstoffe für den jeweiligen Hauttyp, vor allem verschließt es aber die durch das Wasser aufgequollenen Poren. Etwa einmal pro Woche sollte man zusätzlich ein Peeling machen. Achtung: Sind entzündete Stellen sichtbar, bitte nicht peelen, denn dadurch könnten diese verschleppt werden. Das Peeling dient dazu, abgestorbene Hautschüppchen abzutragen. Damit die Wirkstoffe in der Creme gut in die Haut eindringen können, muss man die alten Hautschüppchen vorher abtragen. Doppelter Effekt: bessere Wirkstoffaufnahme und ein strahlenderer Teint.

Tages- und Nachtcreme

Tages- und Nachtcreme: Braucht man denn beide? Ja! Vor allem über Nacht nimmt die Haut viele Wirkstoffe auf. Nachtcreme ist viel reichhaltiger und hinterlässt meist einen leichten Glanz. Die Tagescreme hingegen dient eher als Schutz vor der Sonne, dem Austrocknen oder den sogenannten „freien Radikalen“, die uns das Strahlen
rauben können.

Die richtige Pflegeserie

Sind Sie mit einem Produkt, einer Pflegeserie zufrieden, sollten Sie nicht ständig andere Sachen probieren. Behalten Sie es ruhig für einige Zeit als tägliche Pflege bei. Das andauernde Wechseln bedeutet Stress für Ihre Haut. Der richtige Ablauf wäre zuerst Reinigungsmilch/Reinigungsschaum, dann das Tonic, danach einmal wöchentlich ein Peeling, vorzugsweise abends, und am Schluss die Tages- bzw. Nachtpflege.
Tipp: Bauen Sie die gründliche Gesichtspflege als regelmäßiges Schönheitsritual in Ihren Tagesablauf ein. Gönnen Sie sich diese Minuten, sie sind langfristig sehr gut investiert. Dies ist vor allem ratsam, wenn Sie Probleme beim Einschlafen haben. Nach der Gesichtspflege keine E-Mails lesen oder fernsehen, sondern wirklich entspannen. Wenn Sie das regelmäßig machen, gewöhnt sich Ihr Körper daran und merkt sich mit der Zeit, wenn das Ritual kommt, darf er bald zur Ruhe kommen – und wird dies auch schneller tun. Und Ihre Haut wird es Ihnen danken.