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In den Frühling radeln

Schwingen Sie sich auf Ihren Drahtesel und radeln Sie der lähmenden Frühjahrsmüdigkeit einfach davon. Was Sie dabei beachten sollten und welche positiven Effekte Radfahren hat, zeigt Ihnen GESUND&LEBEN.


Foto: fotolia

Der Winter geht, der Frühling kommt – eine fantastische Jahreszeit, um wieder in Schwung zu kommen. Die warmen Sonnenstrahlen erwecken die Lebensgeister in uns. Und mit dem wachsenden Bedürfnis, raus in die Natur zu gehen, macht auch Sport plötzlich viel mehr Spaß als in den tristen Wintermonaten. Mit dem Fahrrad kann man jetzt die erwachende Natur beobachten, kommt an die frische Luft und verbrennt die restlichen Kilos, die man eigentlich schon seit Jahresanfang loswerden möchte. Bevor es allerdings in die freie Wildbahn geht, sollte das eigene Rad noch gründlich überprüft und gewartet werden – dann steht dem Radelvergnügen nichts mehr im Weg.

Fahrrad-Check

Bei der Wartung Ihres Fahrrades gibt es zwei Möglichkeiten: Sie überprüfen es selbst oder lassen das professionell in einem Sportfachgeschäft erledigen. Eigentlich beginnt die Wartung ja schon im Herbst, wenn Sie das Rad nach der letzten Fahrt in den Keller oder in die Garage stellen. Schmutz, der damals nicht beseitigt wurde, lässt sich Monate später nur mühsam entfernen. Nach dem Winter befreien Sie Ihr Fahrrad von Staub und Schmutz, der sich in der Zwischenzeit auf dem gesamten  Rahmen sowie auf Kette und Bremskabeln gesammelt hat. Sind die Bremsklötze noch in gutem Zustand? Eventuell müssen die Bremskabel neu justiert werden. Überprüfen Sie die Lichtanlage – sehen und gesehen werden ist das wichtigste Motto beim Radfahren, egal ob am Land oder in der Stadt. Die Kette können Sie mit kleinen Hilfsmitteln aus dem Sportfachgeschäft und etwas Übung selbst frisch schmieren. Heikler wird es bei den Reifen und Rädern: Die Reifen müssen gut aufgepumpt sein, der Gummi frei von Rissen sein. Die Speichen sollten fest sitzen – überprüfen Sie sie am besten einzeln. Lassen sie sich leicht bewegen, müssen sie nachgezogen werden. Im Zweifelsfall ist das Sportfachgeschäft oder die Radwerkstatt hier die bessere Adresse.

Sicheres Radfahren

Sicheres Radfahren beginnt mit einem sicheren Rad. Deshalb sollte jedes Rad folgendermaßen ausgerüstet sein: zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen, zwei rutschsichere Pedale mit gelben Rückstrahlern, eine Klingel oder Hupe, ein hell leuchtender Scheinwerfer und ein rotes Rücklicht, ein roter Rückstrahler sowie gelbe Speichenreflektoren oder Reifen, deren Seitenwände weiß oder gelb reflektieren. Ein Radhelm und helle, gut sichtbare Kleidung gehören dazu. Für Kinder bis zum zwölften Lebensjahr gilt die Helmpflicht. Passen Sie die Fahrgeschwindigkeit den Gegebenheiten und dem eigenen Können an und fahren Sie selbstbewusst, aber defensiv, vorausschauend – und nicht alkoholisiert.

Radeln für die Gesundheit

Wer regelmäßig in die Pedale tritt, schont nicht nur Umwelt und Klima oder spart Benzinkosten, sondern stärkt auch die Pumpfunktion des
Herzens, verbrennt unzählige Kalorien, kräftigt Muskeln und Lunge und hellt seine Stimmung auf. Da das Gewicht zu 60 Prozent vom Sattel getragen wird, ist Radfahren äußerst gelenkschonend. Nicht nur die Beinmuskulatur, auch die gesamte Rumpfmuskulatur und die kleinen Muskeln an den Rückenwirbeln werden gekräftigt – die perfekte Prävention gegen Rückenschmerzen. Und Radeln ist alltagstauglich: Die Fahrt zum Einkaufen, zur Arbeit oder in die Schule verbrennt viele Kalorien, hält fit und schont die Umwelt. Also ab aufs Radl und rein in die Pedale!

Rückenfreundliches Radeln

Radfahren beugt Rückenschmerzen vor – aber nur, wenn Ihr Rad auch richtig auf Ihren Körper eingestellt ist. Folgende sechs Parameter sind dabei zu beachten:

  • Sitzhöhe: Dies ist der Abstand zwischen Sattel und Pedalen und sollte nie so lang sein, dass die Beine ganz durchgestreckt sind. Wenn das Pedal unten ist, sollte die Ferse das Pedal gerade eben erreichen.
  • Sattelposition: Bei einem guten Rad sollte man den Sattel auch nach vorne und hinten verschieben können. Bei waagrechter Pedalstellung sollte das angewinkelte Knie im Lot genau über der Mitte des Pedals stehen.
  • Sattelneigung: Bei der Sattelneigung kommt es darauf an, wie schräg die Sitzhaltung generell gewählt wird. Je schräger, umso wichtiger ist die Form der Sattelnase, die auf keinen Fall drücken sollte. Eine fachkundige Beratung und eine Probefahrt sind hier die beste Lösung.
  • Lenkerhöhe und -neigung: Die Einstellung des Lenkers ist maßgeblich für die Winkelstellung zwischen Becken und Rücken. Empfohlen wird eine möglichst aufrechte Sitzposition und ein Lenker, bei dem man unterschiedliche Griffpositionen hat.
  • Sitzlänge: Die Sitzlänge ist die Entfernung von der Sattelspitze zur Lenker­mitte. Diese sollte ungefähr drei Finger breit länger sein als der Abstand vom Ellenbogen bis zur Fingerspitze.


  • KilometerRADLn von 1. April bis 31. August 2013 mit Schwerpunkt „Österreich radelt zur Arbeit“ im Mai: www.kilometerradln.at
  • Alles rund ums Radeln in NÖ – vom richtigen Helm bis zum nächsten Fahrradgeschäft, mit zahlreichen Tourvorschlägen und Radkarten: www.radland.at
  • Leihradln und Infos zum Ausleihen, Preise & Co: www.nextbike.at
  • Radfahren, E-Biken und Radrouten in NÖ: www.niederoesterreich.at
  • Der RadExpress Donau bietet Rad­fahrern, die entlang der Donau von Wien über Linz nach Passau oder retour radeln, die Möglichkeit, einen Teil der Strecke entspannt mit dem Zug zurückzulegen.
    Auch der Traisental-Radweg ist bequem mit dem RadExpress erreichbar. http://erlebnisbahn.oebb.at