Gerüstet für alle Fälle
Die NÖ Landeskliniken arbeiten mit dem Zivilschutzverband eng zusammen: Für jedes Klinikum gibt es einen maßgeschneiderten Krisenplan für diverse Szenarien.
Die beste medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung ist oberstes Ziel der NÖ Landeskliniken-Holding. Auch die optimale Sicherheit aller Patienten, Besucher sowie Mitarbeiter muss im Falle einer Gefahrensituation gewährleistet sein.
Jahrhundertflut & Blackout
Erdbeben, Flugzeugabsturz, Brand – zum Glück sind das lediglich Szenarien, auf die die Landeskliniken vorbereitet sein sollten, denn im Ernstfall muss schnell und sicher gehandelt werden. Doch wie gut es ist, gerüstet zu sein, hat sich in den letzten Monaten gezeigt: Im Vorjahr führte das Hochwasser zu einer Ausnahmesituation im Landesklinikum Krems. Hier wurden Patienten der Intensivstation in umliegende Kliniken verteilt werden. Ende letzten Jahres betraf der Stromausfall in St. Pölten auch das Landesklinikum – Notstromaggregate übernahmen innerhalb von 15 Sekunden die Versorgung des Klinikums (siehe unten).
Richtiges Verhalten üben
In den NÖ Landeskliniken gibt es genaue Pläne, was in welcher Gefahrensituation zu geschehen hat. Wie sich die Krisenstäbe in den Kliniken bei besonderen Lagen verhalten sollen, wird in jedem einzelnen Landesklinikum mit den Führungskräften und Mitarbeitern geübt, damit sie ruhig und sicher reagieren können. Die NÖ Landeskliniken arbeiten bei den Schulungen der Krisenstäbe eng mit dem NÖ Zivilschutzverband zusammen. Die jeweiligen Krisenstäbe sind damit bestens gerüstet, weiß Landesrat Mag. Karl Wilfing: „Jedes Landesklinikum ist anders, hat andere Gefahrenpotenziale. Trainer aus den Landeskliniken Tulln, St. Pölten, Gmünd, Wiener Neustadt sowie Stabstrainer des Zivilschutzverbandes und der NÖ Landeskliniken-Holding haben das Know-how, um uns auf möglichst viele Eventualitäten vorzubereiten. Und wir investieren auch viel in die Sicherheit der Kliniken.“ Im Ernstfall können die Landeskliniken auf eine sehr gute bauliche und technische Infrastruktur sowie auf betriebsorganisatorische Vorkehrungen zurückgreifen. Und zum Teil auch auf eigene Betriebsfeuerwehren – insgesamt sind rund 300 haupt- und nebenberufliche Mitglieder an den Klinikstandorten St. Pölten, Mistelbach, Wiener Neustadt, Tulln, Mödling, Mauer und Krems im Einsatz.
Notstromversorgung im Landesklinikum St. Pölten
Das Landesklinikum St. Pölten war zum Jahresende 2013 vom großflächigen Stromausfall in der Landeshauptstadt betroffen – doch schon nach nicht einmal 15 Sekunden liefen bereits sämtliche acht Notstromaggregate. Ohne Unterbrechung funktioniert die Stromversorgung immer in allen lebenswichtigen Bereichen wie den mehrfach gesicherten OP-Sälen und in den Intensivstationen; zwei der acht Aggregate laufen rund um die Uhr, damit hier keine Schwankungen in der Versorgung spürbar werden können. Bei einem längerfristigen Stromausfall könnte durch den Vorrat an Diesel-Kraftstoff der Betrieb im Klinikum rund eine Woche aufrechterhalten werden; schaltet man weniger wichtige Bereiche weg, sogar noch weit länger.





