Für kleine Naschkatzen
Der eigene Garten kann für Kinder zum kleinen Paradies werden: spielen, herumtollen, verstecken und als besonderes Highlight ein eigenes Naschbeet – da schlagen Kinderherzen höher.
Kinder freuen sich, wenn sie im Garten mithelfen dürfen – um die „eigenen“ Pflanzen kümmern sie sich besonders intensiv, jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken. Hier ein frisches Blatt, das sich aus der Erde schiebt, da eine Erdbeere, die sich langsam rot färbt – das Miterleben der Kreisläufe der Natur macht Spaß und ist spannend. Was wächst wann? Wie lange braucht ein Samenkorn, um zu keimen? Gibt es auch Tiere zu beobachten?
Fantasie spielen lassen
Damit das Gärtnern im Kinderbeet auch wirklich Spaß macht und sich Erfolge einstellen, sollten Sie ein paar Dinge beachten: Geeignet ist ein sonniger Platz mit guter Gartenerde. Bei der Beetform können Sie Ihre Fantasie spielen lassen – rund oder eckig –, wichtig ist, dass die Fläche von allen Seiten zugänglich und erreichbar ist. Das erleichtert die Arbeit und schont den Boden. Eine witzige Idee ist auch ein Beet entsprechend der Körperform des Kindes anzulegen: Dazu legt sich das Kind auf die Erde und die Umrisse werden mit Steinen oder Stöckchen markiert. So ergibt sich die Form des Beetes. Wird das Beet auf einer Rasenfläche angelegt, muss die Grasnarbe abgestochen werden. Der Aushub kann kompostiert werden. Dann die ausgestochene Fläche tiefgründig lockern und mit frischer Erde auffüllen. Dabei ist es wichtig, nur Erde von guter Qualität und ohne Zusatz von Torf zu verwenden. In die obere Schicht wird etwas Kompost eingearbeitet. Jetzt ist das Beet für das Auspflanzen und Säen vorbereitet.
Was pflanzen wir?
Die Mischung macht’s: Spannend ist eine Kombination aus schnell keimenden Pflanzen und aus solchen, die etwas länger brauchen. Radieschen kann man bis September säen, sie liefern eine rasche Ernte. Dafür gibt es spezielle Sommersorten, z. B. die Sorte „Parat“, die milde, geschmackvolle Früchte entwickelt, die auch Kindern schmecken. Die Sorte „Rudi“ können Sie dafür die ganze Saison lang anbauen.
Auch Vogerlsalat gedeiht jetzt noch gut: Säen Sie zwischen Mitte Juli bis Mitte August aus, können Sie im Herbst die leicht nussig schmeckenden Blätter ernten.
Die Buschbohne braucht nicht so lange zur Reife wie ihre Verwandte, die Stangenbohne. Wie ihr Name schon sagt, wächst sie buschig und muss nicht hochgebunden werden. Ihre Ansaat ist bis Mitte Juli möglich, ernten können Sie nach sechs bis acht Wochen. Es gibt verschiedene Sorten mit grünen, gelben und blauen Hülsen.
Süße Früchte & Co
Nicht fehlen dürfen im Naschbeet die Erdbeeren. Es gibt viele verschiedene Sorten, z. B. weiße Erdbeeren. Sie freuen sich über eine Mulchschicht aus Stroh, die den Boden gesund hält und zusätzlich verhindert, dass die Früchte am Boden aufliegen. Besonders aromatisch sind die Walderdbeeren, deren Zuchtformen auch Monatserdbeeren genannt werden. Sie tragen im Gegensatz zu der Wildform größere Früchte und sind die ganze Saison über beerntbar. Mittlerweile gibt es auch Sorten, die keine Ausläufer bilden.
Ein Klassiker ist die Kresse, deren Keimblätter sich schon nach ein paar Tagen aus der Erde schieben. Mit den Samen können allerlei Muster ins Beet „gemalt“ werden, z. B. ein lachendes Gesicht, ein Stern oder ein Tier. Die Kresse schmeckt besonders gut auf einem Butterbrot.
Auch Kräuter eignen sich hervorragend: Schnittlauch und Basilikum sind vielseitig in der Verwendung, aus Zitronenmelisse kann man leckeren Sirup herstellen. Auch an Minzen gibt es eine große Vielfalt – Schokolade-, Apfel- und Erdbeerminze usw. Entweder frisch verwenden oder als Tee trocknen. Aber achten Sie darauf, dass die Minze nicht zu sehr wuchert, sonst bleibt den anderen Pflanzen zu wenig Raum. Setzen Sie sie am besten mit dem Topf in die Erde, so bleibt sie schön kompakt und die Wurzeln können sich nicht ausbreiten. So schaffen Sie ein kleines Paradies vor der Haustür – für kleine und große Naschkatzen.
Informationen:
„Natur im Garten“
Telefon: 02742/74333, www.naturimgarten.at
Ausstellung „Pflanzen auf Reisen“
Zahlreiche Pflanzenarten, die in Südafrika wild wachsen, wurden vor über 230 Jahren nach Europa importiert und bilden den Ausgangspunkt vieler Züchtungen beliebter Zierpflanzen, z. B. Freesien, Schwertlilien, Gladiolen, Geranien und Pelargonien. Die NÖ Aktion „Natur im Garten“ und die Österreichischen Bundesgärten haben gemeinsam aus den botanischen Sammlungen der Österreichischen Bundesgärten besondere Pflanzenschätze zusammengetragen. Zu sehen auf Garten Tulln von 8. August bis 14. September 2014.
Informationen: www.diegartentulln.at
Foto-Wettbewerb
„Natur im Garten“ sucht das schönste Naturgartenfoto: Bunte Schmetterlinge, spannende Insekten, blühende Beete – ein Naturgarten liefert viele tolle Motive. Das Thema lautet heuer: Vielfalt herzlich willkommen! Die Gewinnerinnen und Gewinner erhalten ein tolles Bücherpaket von „Natur im Garten“.
Einsendung (max. drei Fotos) samt Kurzbeschreibung von Ihrem Naturgarten sowie Ihren Kontaktdaten an: „Natur im Garten“, Weitraer Straße 20a, 3910 Zwettl, digitale Einsendungen (mit 300 dpi Auflösung) an:
gartentelefon
naturimgarten.at (Einsendeschluss: 3. August 2014)
Informationen: „Natur im Garten“-Telefon: 02742/74333, www.naturimgarten.at
Tipps für Gartenfreunde
15.08.2014 Abenteuerfest für Gartenkids, Die Garten Tulln www.naturimgarten.at
15.08.2014 Sonnentor Jubiläumskräuterfest, Sprögnitz www.sonnentor.com
28.08.–01.09.2014 Internationale Gartenbaumesse Tulln www.messe-tulln.at
08.08.– 14.09.2014 Ausstellung „Pflanzen auf Reisen“, Die Garten Tulln www.naturimgarten.at
13.09.2014 Naturgartenfest im Museumsdorf Niedersulz www.naturimgarten.at





