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Bestens versorgt

Die NÖ Landes- und Universitätskliniken sind ein wichtiger Baustein in der Gesundheitsversorgung und arbeiten Hand in Hand mit dem niedergelassenen Bereich, den Rettungsdiensten und den mobilen Diensten.


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Gesundheit ist das höchste Gut – das spüren wir immer dann, wenn wir sie vermissen. Für diese Fälle, aber auch für die Angebote in der Vorsorge und für Impulse und Informationen für einen gesunden Lebensstil bietet das Land Nieder-österreich eine Menge an. Die Grundlagen der Gesundheitsversorgung regelt der NÖ Gesund- heits- und Sozialfonds (NÖGUS) als strategische Leit- und Koordinationsstelle im nieder- österreichischen Gesundheitswesen. Zwei Milliarden Euro macht das NÖGUS-Budget heuer aus, sie dienen der Planung, Finanzierung, Steuerung und Qualitätssicherung der NÖ Gesundheitsversorgung und -vorsorge. Mit diesem Geld werden beispielsweise die Gesundheits- und Krankenpflegeschulen ebenso finanziert wie die Hospiz- und Palliativversorgung sowie die Gesundheitsförderung und Prävention, die in der Initiative »Tut gut!« gebündelt ist.  Der Löwenanteil des NÖGUS-Budgets fließt jedoch in die Landes- und Universitätskliniken.

170.000 Operationen

Mit insgesamt 27 Klinikstandorten, an denen pro Jahr rund 170.000 Operationen durchgeführt werden, und mit 2,24 Mio. Belagstagen ist sie der größte Klinikbetreiber Österreichs. Etwa 20.000 Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter sind beschäftigt, und zwar 3.500 Ärztinnen und Ärzte sowie 10.200 Pflegekräfte. Insgesamt verfügen die Kliniken über rund 8.000 Betten und zählen jährlich mehr als 360.000 stationäre Aufenthalte.
Die NÖ Landeskliniken-Holding ist somit der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die nieder­österreichische Gesundheitsversorgung. Die einzelnen Kliniken sind die wesentlichen Gesundheitsdienstleister, die flächendeckend und rund um die Uhr 365 Tage pro Jahr für die Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. Was sich in den Jahren seit der Holding-Gründung 2005 gezeigt hat: Die Standorte der Landes- und Universitätskliniken in den Regionen sind auch wichtige Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung. Denn sie bringen hoch qualifiziertes Personal in die Regionen und beleben auch die regionale Wirtschaft.

Holding als Motor

Durch den Zusammenschluss aller nieder­österreichischen Krankenhäuser unter dem Dach der NÖ Landeskliniken-Holding hat sich für die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich eine völlig neue Perspektive entwickelt: Die NÖ Landeskliniken-Holding und der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds erarbeiten die Strategie wie zum Beispiel die zentralen Vorgaben in Sachen Qualität der Versorgung, die Landes- und Universitätskliniken setzen sie um. Ein professionelles medizinisches und kaufmännisches Management ist Garant für die umfangreiche Qualitätssicherung und zuständig für entsprechende wirtschaftliche Kriterien, so zum Beispiel in den Bereichen Einkauf, Informations- und Kommunikationstechnik und Prozesssteuerung. Oder auch bei der Nutzung von Kostensynergien: So versorgen beispielsweise zwei große Logistikzentren in Wiener Neustadt und St. Pölten zukünftig den Großteil der Kliniken – und durch den gemeinsamen Einkauf und die zentrale Lagerung sparen die einzelnen Standorte viel Geld. Dadurch und durch viele weitere Maßnahmen ist es der NÖ Landeskliniken-Holding gelungen, die Kostensteigerungen für die Kliniken zu dämpfen. Gleichzeitig werden vielfältige Serviceleistungen für die einzelnen Kliniken in den fünf Regionen NÖ Mitte, Mostviertel, Waldviertel, Weinviertel und Thermenregion erbracht.   

Neue Kliniken

Das seinerzeit verabschiedete Ausbauprogramm in einer Größenordnung von rund zwei Milliarden Euro schreitet zügig voran und ist nach heutigem Planungsstand mit 2021 abgeschlossen. So wurde 2014 ein großer neuer Baukörper im Landesklinikum Mistelbach eröffnet, ebenso im
Landesklinikum Mödling. Derzeit sind neun Bauprojekte in der Ausführungsphase, die im Jahr 2015 die Wirtschaft mit mehr als 200 Mio. Euro beleben. Darunter etwa der Neubau der Kliniken in Baden, Mödling und Neunkirchen.
Was die NÖ Landes- und Universitätskliniken leisten, können Sie zum Beispiel beim Tag der offenen Tür am 28. Februar 2015 sehen (mehr dazu ab Seite 06). Oder Sie informieren sich auf den folgenden Seiten. Denn hier lesen Sie wichtige Informationen über die häufigsten schweren Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Rücken- und Gelenksschmerzen, Diabetes und Krebs sowie über die Risikofaktoren wie Über­gewicht und Bewegungsmangel. Sie lesen aber auch über Präventionsprogramme der Initiative »Tut gut!« wie »Durch Dick und Dünn«.

Hand in Hand versorgen

Zur Versorgung der Bevölkerung gehört neben zahlreichen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und den Apotheken, den mobilen Diensten und zahlreichen weiteren Partnern auch die Rettungskette, die im Notfall hilft und Leben rettet. Neben dem Roten Kreuz, Arbeitersamariterbund, Berg- und Höhlenrettung, Wasserrettung, Suchhundestaffeln, aber auch Feuerwehr und Polizei und allen ehrenamtlichen Helfern gehört auch 144 Notruf NÖ zur Gesundheitsversorgung dazu. Wie der Notruf funktioniert, lesen Sie hier.

Notarztrettungsdienst gesichert

Neue Verträge garantieren rasche Hilfe im Notfall.

Das Land Niederösterreich ist für die Sicherstellung des überregionalen Rettungs- und Krankentransportdienstes, zu der auch der Notarztrettungsdienst gehört, verantwortlich. Insgesamt waren im Jahr 2014 von den fast 215.000 Notfalleinsätzen der Rettungsorganisationen über 38.000 mit einem Notarzt. Die NÖ Landesregierung hat nun die Verlängerung der Verträge bis Ende 2016 beschlossen, insgesamt erhalten die Rettungs­organisationen dafür jährlich rund 13 Millionen Euro. Zusätzlich werden das Rote Kreuz NÖ und der Arbeitersamariterbund NÖ mit überregionalen Rettungsdiensteinsätzen bei Großunfällen und Katastrophen betraut.
Dafür sowie für überregionale oder gemeindeübergreifende Struktur­maßnahmen und den Betrieb der Rettungsdienstzentralen bezahlt das Land Niederösterreich 2,5 Millionen Euro pro Jahr.