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10 Tipps

für eine gesunde altersgerechte Ernährung


  1. Auf die Flüssigkeitszufuhr achten: Viele Senioren verspüren kaum Durst oder vergessen aufs Trinken. Platzieren Sie einen Krug mit Wasser gut sichtbar in dem Raum, in dem Sie sich verstärkt aufhalten. Gut geeignete Getränke sind stilles (oder kohlensäurearmes) Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees und verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte.
  2. Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte bevorzugen: Speziell für Seniorenkost heißt das Motto „Qualität statt Quantität“. Setzen Sie den Schwerpunkt daher auf natürliche, wenn möglich nicht verarbeitete Produkte, die reich an essentiellen Nährstoffen sind. Orientieren Sie sich dabei an den Empfehlungen für eine vollwertige Ernährung und stellen Sie sich einen ausgewogenen, bunten Speiseplan mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten zusammen. Berücksichtigen Sie dabei immer die individuelle Verträglichkeit. Wichtig sind auch hochwertige Eiweißquellen. Um die sogenannte biologische Wertigkeit zu erhöhen, kombinieren Sie beispielsweise Kartoffeln mit Milchprodukten oder Eiern und Getreide oder Hülsenfrüchte mit Milchprodukten. Auch Fisch und hochwertiges Fleisch sind gute Eiweißlieferanten.
  3. Kochen auf Vorrat: Ältere, allein lebende Menschen empfinden es häufig als zu umständlich, ausschließlich für eine Person zu kochen. Für sie ist es empfehlenswert, eine größere Menge zuzubereiten und in kleinen Portionen einzufrieren.
  4. Fertiggerichte nährstoffreich ergänzen: Die Hauszustellung von fertig gekochten Speisen ist für viele Senioren eine große Erleichterung. Langes Warmhalten und mehrfaches Aufwärmen des Essens bewirken jedoch einen mehr oder minder großen Nährstoffverlust. Reichern Sie die fertigen Speisen mit frisch geschnittenen Kräutern an oder ergänzen Sie Ihre Mahlzeit mit einem frischen Salat oder einem Glas frisch gepressten Orangensaft.
  5. Kleine Portionen über den Tag verteilen: Verteilen Sie Ihre tägliche Nahrungsmenge auf fünf bis sechs Portionen pro Tag. Auf diese Weise vermeiden Sie größere Blutzuckerschwankungen und Ihre Leistungsfähigkeit bleibt konstant. Große Portionen können den Stoffwechsel belasten und Müdigkeit und Verdauungsprobleme hervorrufen.
  6. Gerichte liebevoll anrichten: Mit fort­geschrittenem Alter lassen die sensorischen Fähigkeiten nach – das Geschmacksempfinden verändert sich. Umso wichtiger sind optische Details. Das Auge isst ja bekanntlich mit.
  7. In Gesellschaft essen und genießen: Einsamkeit wirkt sich meist sehr negativ auf das Essverhalten aus. Suchen Sie den Kontakt zu Gleichgesinnten. Essen in Gemeinschaft hebt die Stimmung und verbessert das allgemeine Lebensgefühl. Auch Angehörige von körperlich betagten Menschen sollten sich bemühen, die Mahlzeit so liebevoll wie möglich zu gestalten und zu zelebrieren.
  8. Bei Bedarf auf Supplemente zurückgreifen: Bei Mangelernährung ist in jedem Fall ein Arzt zu konsultieren. Er wird Sie gegebenenfalls über die Möglichkeiten von Supplementen und einer Zusatznahrung, z. B. in Form von Trinknahrung informieren. Auch in großen Belastungssituationen, wie einer chronischen oder akuten Krankheit oder einem Erschöpfungszustand, können solche Präparate gezielt eingesetzt werden. Zur allgemeinen Nährstoffversorgung von Senioren ist zu sagen: Ältere Menschen leiden oft unter einem Vitamin-D- und/oder Kalziummangel. Eine Ergänzung dieser Nährstoffe kann manchmal sinnvoll sein.
  9. Bei Problemen mit den Zähnen: Schlecht angepasste Zahnprothesen oder schmerzende Zähne können das Zerkleinern der Nahrung erschweren und zu Appetitlosigkeit führen. Ungenügend gekaute Nahrung ist schwerer verdaulich und bewirkt Magen- und Darmprobleme. Bevorzugen Sie daher bekömmliche Speisen, die leicht gekaut werden können. Beispiele dafür: Getreidebrei, wahlweise mit Obst oder Gemüse, Joghurt- oder Topfencremes mit fein geraspeltem Obst, sämig pürierte Gemüse- und Kartoffelsuppen, gedünsteter Fisch mit Kartoffelpüree etc.
  10. Gewicht halten: Gerade im Alter ist es wichtig, ein normales Körpergewicht anzustreben. Übergewicht belastet das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel und die Gelenke. Untergewicht wirkt sich negativ auf die Gesamtkonstitution aus. Bei Gewichtsproblemen sollten Senioren immer einen Arzt zu Rate ziehen.

FOTO: Bildagentur waldhäusl