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Zweieinhalb Stunden Ausdauer-Bewegung reduziert Krebsrisiko

250 Experten besuchten das 3. Europäische Forum für evidenzbasierte Gesundheitsförderung und Prävention, EUFEP, das im Oktober in Krems tagte.


Dabei ging es um das Spannungsfeld zwischen Nutzen und Schaden von Krebs-Prävention und Gesundheitsförderung sowie um Sinn und Unsinn von Prostata-, Mamma- und Dickdarm-Karzinom-Screening.

Aufschlussreich, was DI Dr. Barbara Wessner vom Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport der Uni Wien über neue Studien berichtete: Wer regelmäßig Bewegung macht, trainiert das körpereigene Abwehrsystem auch im Umgang mit „freien Radikalen“. Ideal: Zweieinhalb Stunden Ausdauersport pro Woche wie Wandern, Laufen, Radfahren oder Schwimmen bis zum leichten Schwitzen. Zweimal pro Woche empfiehlt Univ.-Doz. Dr. Günther Neumayr zusätzliche Herausforderungen an die Kondition bis zur Atemlosigkeit. In jedem Fall senkt regel­mäßiges Training das Risiko, an Brustkrebs oder Darmkrebs zu erkranken um 15 bis 30 Prozent. Im Falle des Prostatakarzinoms sind die Daten nicht eindeutig. Auch die Qualität der Nahrung spielt eine wichtige Rolle, wenn man das Krebsrisiko senken möchte: Frisch gekochtes, ballaststoffreiches Essen mit Gemüse, Obst und wenig rotem Fleisch gilt als ideal.

Informationen: www.eufep.at

FOTO: bildagentur waldhäusl