Wie gut das duftet!
Vanille, Zimt, Anis und Dinkel, Haferflocken, getrocknete Früchte: Wunderbare Aromen und wertvolle Inhaltsstoffe sorgen für einen gesünderen Keksgenuss.
Teig kneten, ausstechen, naschen: Die langen Adventabende eignen sich ideal, um gemeinsam mit der Familie Kekse zu backen. Kinder haben einen großen Spaß am Treiben in der Küche. So wie Julius (8) und Adrian (5) aus St. Pölten. Gemeinsam mit Mama Elisabeth haben sie einige Rezepte ausprobiert (siehe nächste Seiten) – Kekse mit Gesundheitsbonus, aus Vollkornmehl oder mit Haferflocken, mit weniger Zucker und getrockneten Früchten. Denn es müssen nicht immer Kekse sein, die nichts als Kalorien liefern, den Blutzuckerspiegel durcheinander bringen und die Blutfettwerte in die Höhe schnellen lassen. Es geht auch anders – vollwertiger und genauso köstlich. Kekse aus hochwertigen und schmackhaften Zutaten – die Initiative »Tut gut!« hat einige Rezepte für Sie zusammengestellt. Die gesündere Variante schmeckt auch kleinen Naschkatzen. „Lecker“, sagt Julius, als er in den Haferflockenkeks beißt. Sein Bruder Adrian bevorzugt die Dinkelkekse, fährt mit dem Zeigefinger ins Marmeladeglas und schleckt ihn genüsslich ab, bevor er weiter Kekse füllt.
Gesundes Aroma
Die gesunden Kekse brauchen natürlich auch Aroma: Weihnachtsgewürze wie Zimt, Vanille oder Anis duften und schmecken – und bieten Mehrwert.
- Vanille: Der Klassiker Vanille darf in fast keinem Weihnachtsgebäck fehlen. Der süßliche Geschmack sorgt für das besondere Etwas und ist darüber hinaus auch ein Stimmungsaufheller.
- Zimt: Mit seinem intensiven Geruch ist Zimt fast schon der Inbegriff eines Weihnachtsgewürzes. Er wird aber auch in den anderen Jahreszeiten gerne verwendet. Meist findet man Zimt in süßen Rezepten, er harmoniert aber auch mit vielen pikanten Speisen. Das Gewürz ist vielseitig: Es kann ganz als Zimtstange etwa in Getränken oder gemahlen verwendet werden.
- Schon die Griechen und Römer kannten Zimt. Ihm wird nachgesagt, verdauungsfördernd und appetitanregend zu wirken und bei Völlegefühl und Blähungen zu helfen.
- Anis: schmeckt nach Lakritz und ist in der Weihnachtsbäckerei beliebte Zutat für Spekulatius, Gewürzschnitten und natürlich Anisplätzchen. Anis findet seine Verwendung jedoch nicht nur in Keksen und Weihnachtsgebäck, sondern ist wegen seiner schleimlösenden Wirkung auch häufig in Hustensäften enthalten. Außerdem fördert Anis die Verdauung, löst Krämpfe, Verspannungen und Blähungen.
- Muskat: Als Küchengewürz hat die Muskatnuss ein unverwechselbares Aroma; ihr wird eine leichte Bitternote zugeschrieben. In hohen Dosen konsumiert (ab circa vier bis fünf Gramm) kann sie jedoch Vergiftungserscheinungen hervorrufen – in gängigen Rezepten werden aber ohnedies nur geringere Mengen verwendet. Eine Prise geraspelte Muskatnuss im Plätzchen- oder Lebkuchenteig hat noch niemandem geschadet. Bei solch geringen Mengen kommen eher die Vorzüge der Muskatnuss zum Vorschein, sie wirkt zum Beispiel appetitanregend und verdauungsfördernd.
- Gewürznelke: Nelkenblüten werden nicht nur häufig zur Dekoration von Plätzchen verwendet, sondern dienen auch als wichtiges Gewürz bei süßen wie deftigen Speisen. In der Weihnachtszeit gilt dies natürlich besonders für Lebkuchen oder Linzer Plätzchen. Die Nelke wirkt stark schmerzstillend, entzündungshemmend, beruhigend, desinfizierend, krampflösend und appetitanregend.
- Kardamom: Das Gewürz verfeinert nicht nur Weihnachtsgebäck, sondern schont auch den Magen und hilft bei Verdauungsproblemen. Das asiatische Gewürz aus der Familie der Ingwergewächse wirkt außerdem anregend und hilft bei Husten und Mundgeruch.
Adventgenuss ohne Verdruss
Wunderbare Aromen und wertvolle Inhaltsstoffe, auch so können Kekse sein. Und nur in Maßen genießen, dann fühlen Sie sich auch nach Weihnachten noch wohl.
Sollten Sie bei diesen herrlichen Keksen allerdings doch über die Stränge schlagen und zu viel naschen, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe von GESUND&LEBEN, wie Sie die überschüssigen Kilos wieder loswerden. Doch soweit muss es nicht kommen. Adventgenuss geht auch gesund und ohne Gewichtsverdruss
Gesunder Lebensstil
Gerade in der Advent- und Weihnachtszeit summieren sich die Ernährungssünden und man bewegt sich weniger.
Um Herz, Kreislauf und Stoffwechsel gesund zu erhalten, können Sie aber doch einiges tun:
- Essen Sie abwechslungsreich und fettarm, sparen Sie vor allem bei den tierischen Fetten.
- Genießen Sie Süßes bewusst, aber in kleinen Mengen.
- Achten Sie auf Ihr Gewicht: Übergewicht kann zahlreiche weitere Risiken wie einen zu hohen Cholesterinspiegel bringen.
- Rauchen Sie nicht oder zumindest möglichst wenig.
- Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft, nutzen Sie zum Beispiel die Mittagspause für einen flotten Spaziergang. Und suchen Sie sich für Bewegungseinheiten Verbündete – dann halten Sie sie leichter ein.
Haferflockenkekse
Zutaten: 150 g Mehl, 200 g Butter, 2 Dotter, 120 g Zucker, 250 g Hafermark, 3 EL Milch, 1 Pkg. Vanillezucker, Messerspitze Backpulver, etwas Zitronensaft (oder Abrieb von Bio-Zitrone)
Zubereitung: Mehl und Butter abbröseln, dann andere Zutaten dazugeben und gut durchkneten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Kekse ausstechen. Mit Eidotter bestreichen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad goldbraun backen.
Gefüllte Dinkelkekse
Zutaten: 150 g fein gemahlener Dinkel, 50 g Zucker, 60 g Butter, 1 Ei, 2 TL Vanillezucker, 1 TL Backpulver, 1–2 EL Wasser, Marillenmarmelade
Zubereitung: Zutaten für den Teig verrühren und ein bis zwei Esslöffel Wasser beimengen, bis der Teig glatt ist. Gut durchkneten und circa eine halbe Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche 3 mm dick ausrollen, Kekse mit beliebiger Form ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und circa eine Viertelstunde bei 180 Grad backen. Kekse mit Marillenmarmelade bestreichen und zusammensetzen.
Vollkornkekse
Zutaten: 250 g Dinkelvollkornmehl, 1 TL Backpulver, 1 Ei, 100 g Zucker, Schale einer Bio-Zitrone, 130 g Butter, Prise Muskat und Zimt, 25 g Mandeln (gerieben), Ei zum Bestreichen
Zubereitung: Aus den Zutaten einen Mürbteig bereiten und circa eine Stunde kühl rasten lassen. Anschließend den Teig circa 5 mm dick ausrollen, Formen ausstechen und mit Ei bestreichen. Auf ein mit Backtrennpapier ausgelegtes Backblech legen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad etwa 15 min backen.
Anisplätzchen
Zutaten: 2 Eier, 100 g Staubzucker, 1 Prise Salz, 1 Pkg. Vanillezucker, Abrieb einer Bio-Zitrone, 150 g glattes Mehl, Anis zum Bestreuen
Zubereitung: Die Eier mit dem Staubzucker, dem Vanillezucker und der geriebenen Zitronenschale schaumig schlagen. Das Mehl unter die Eiermasse heben. Mit einem Löffel auf das Backpapier kleine Plätzchen formen. Ein bisschen Anis draufstreuen. Im vorgeheizten Backrohr bei
180 Grad etwa 15 min backen.
Zimtsterne
Zutaten: 3 Eiklar, 220 g Staubzucker, 1 Prise Salz, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Zimt, 400 g Mandeln (gerieben)
Zubereitung: Eiklar mit der Prise Salz schlagen und den Staubzucker nach und nach einrieseln lassen. Fertig steif schlagen und den Zitronensaft einrühren. Ein Viertel der Masse zur Seite stellen. Die gemahlenen Mandeln mit dem Zimt vermischen und in die restliche Eischneemasse einmengen. Eine Stunde gekühlt rasten lassen. Den Teig auswalken, Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die beiseite gestellte Eischneemasse auf die Zimtsterne aufstreichen und im vorgeheizten Backrohr bei 170 Grad etwa 15 min backen.
Energiekugeln
Zutaten: 3 EL Haferflocken, 2 EL Leinsamen, 2 EL Haferkleie, 2 EL gemahlene Walnüsse, 2 EL Haselnüsse (fein gehackt), 3 EL Rosinen (fein gehackt), 2 getrocknete Kletzenbirnen (fein gehackt), Apfelsaft (ca. 6 EL), 1 TL Lebkuchengewürz, 1/2 TL Zimt, gemahlene Nüsse oder Saaten nach Wahl (z. B. Walnüsse oder Sonnenblumenkerne)
Zubereitung: Alle Zutaten vermischen und aus der Masse kleine Kugeln formen. Wenn die Masse nicht haftet, etwas mehr Apfelsaft hinzugeben; ist sie zu weich, mit etwas mehr Haferkleie binden. Die Kugeln zum Schluss in den gemahlenen Nüssen und Saaten wälzen. Gekühlt halten sie bis zu einer Woche. Tipp: Statt Haferflocken und Kleie eignen sich auch Hirse-, Buchweizen- oder Reisflocken.





