Stromversorgung
Genau 37 Jahre, nachdem sich die österreichische Bevölkerung gegen die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Zwentendorf ausgesprochen hat, gibt es nun erneut eine freudige energiepolitische Nachricht. „Seit dem 5. November kommen 100 Prozent unseres Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen“, teilte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in der Radiosendung „Forum Niederösterreich“ mit. Das Bundesland Niederösterreich ist somit unabhängig von Strom aus fossilen Energieträgern. Im EU-Schnitt kommt nur ein Viertel des Stromes aus erneuerbarer Energie, in Gesamt-Österreich etwa zwei Drittel. Unser Bundesland ist somit zur Modellregion geworden und hat eine Vorreiterrolle inne. Seit 2002 wurden in Niederösterreich insgesamt 2,8 Milliarden Euro in den Ökostromausbau investiert – von der Photovoltaikanlage bis hin zur Erneuerung der Donaukraftwerke. Mehr als 300.000 Menschen haben sich aktiv eingebracht, etwa durch die thermische Sanierung ihres Hauses oder durch die Errichtung einer Photovoltaikanlage. Bis zum Jahr 2030 möchte man 50 Prozent des gesamten Energiebedarfes aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen.




