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Schulstart: Gute Augen gefragt

Wer schlecht sieht, plagt sich in der Schule ganz besonders, muss sich mehr als die anderen anstrengen, um von der Tafel abzuschreiben oder im Buch zu lesen.


Beim Lesen und Schreiben sind die Augen von Schul-kindern ungewohnten

Für hunderte Kinder in Niederösterreich beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt – vom Kindergartenkind zum Taferlklassler. Für die Sechsjährigen bedeutet das eine große Umstellung. Stand bis jetzt Spielen im Mittelpunkt, so ist es nun das Lernen.
Für einen guten Schulstart sollte das Sehver­mögen überprüft werden. Denn beim Lesen und Erlernen von feinmotorischen Fertigkeiten wie dem Schreiben sind die Augen von Schulkindern ungewohnten Belastungen ausgesetzt. Sehschwächen kann das Kinderauge zwar kurzfristig ausgleichen, langfristig ermüden die Augen und die Konzentration lässt deutlich nach.
Auch wenn im Alltag keine Auffälligkeiten zu bemerken sind, raten Augenärzte und Augenoptikermeister den Eltern, die Sehleistung ihrer Kinder rund um den Schulbeginn unbedingt überprüfen zu lassen. Denn optimales Sehen ist Voraussetzung für einen problemlosen, guten Schulstart, weiß der NÖ Landesinnungsmeister der Augen- und Kontaktlinsenoptiker, Komm.-Rat Herbert Grünwald: „Da das Gehirn rund 90 Prozent aller Informationen über die Augen aufnimmt, leisten diese bei der Verarbeitung neuer Eindrücke wahre Schwerarbeit. Gutes Sehen erhöht die Lernfähigkeit und den Spaß an der Schule.“ Und, betont der Innungsmeister, es macht auch den Schulweg sicherer. Denn Kinder beginnen erst langsam, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden. Da ist es wichtig, dass ihre Sinnesorgane ihnen so gut wie möglich helfen.

Sehschwächen rechtzeitig therapieren

Sehschwächen bei Kindern sollten daher möglichst früh erkannt und therapiert werden. Auffällige Anzeichen für Sehprobleme bei Kindern sind häufiges Blinzeln oder wiederholtes Reiben und Zusammenkneifen der Augen. Warnhinweise können auch Kopfschmerzen sein, Konzentrationsschwierigkeiten und rasche Ermüdung bei Tätigkeiten, die genaues Schauen erfordern. Auch bei Kindermigräne und Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) raten Experten zu einer Untersuchung des Sehvermögens. Der Badener Augenoptikermeister Grünwald verweist dabei auf die bewährte Zusammenarbeit von Augenoptikern und Augenärzten zum Wohle der Kinder.

Wenn schon Brille, dann perfekt

Braucht das Kind eine Brille, so gilt es beim Kauf einiges zu beachten: „Eine Kinderbrille ist keine verkleinerte Erwachsenenbrille, sie entspricht speziell der Physiognomie des Kindergesichts. Sie soll klein, stabil, leicht sein, und nicht breiter als das Gesicht, und vor allem soll sie perfekt sitzen“, erklärt Landesinnungsmeister Grünwald. Formstabile, elastische Fassungen mit weichen Nasenauflagen, Federscharnieren und elastischen Bügelenden sorgen für Bewegungsfreiheit. Durch Kunststoffgläser sind Kinderbrillen besonders leicht. Und alle besorgten Eltern seien beruhigt: Sitzt die Brille perfekt, wird sie Ihr Kind nicht stören und behindern, und bald wird Ihr Kind die Brille als wichtigen Begleiter im Alltag akzeptieren.