Knackig & g’schmackig
Schmackhaft, gesund und kalorienarm: Der Apfel hat im Herbst Hochsaison – und ist mit seiner breiten Palette an positiven Effekten ein wahres Multitalent.
Gala, Rubinola, Topaz, Opal und wie sie noch alle heißen: Der Apfel in all seinen Farben und Formen ist und bleibt das beliebteste heimische Obst. Dank seines hohen Gehalts an Kalium, Folsäure, Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen ist er kalorienarm und sehr gesund. Ballaststoffe wie Pektin und Zellulose wirken positiv auf die Verdauung. Probieren Sie verschiedene Sorten aus, sie unterscheiden sich stark in Süße, Aroma, Aussehen und Saftigkeit. Ob als schneller Snack zwischendurch oder raffiniert zubereitet: Äpfel sind vielseitig verwendbar. Beispielsweise in Salaten, als süß-saure Komponente (zum Beispiel Chutney) zu Fleischgerichten, als Kompott, auch gemischt mit anderen Obstsorten, in Süßspeisen wie Aufläufen, in Mehlspeisen oder als Saft. Die Initiative »Tut gut!« hat auf der folgenden Seite einige köstliche Rezepte für Sie zusammengestellt.
Heimisches Obst
Greifen Sie zu heimischen Sorten – damit vermeiden Sie lange Transportwege und sparen Energie und Treibhausgase, Lärm, Feinstaubbelastung und Straßenschäden. In Bioqualität enthalten heimische Obst- und Gemüsesorten außerdem keine Pestizidrückstände, sie sind aromatischer und kräftiger im Geschmack. Davon überzeugt hat sich GESUND&LEBEN am Bio-Hof Weichhart. Der biologische Obstbaubetrieb liegt in Oberzwischenbrunn etwa zwei Kilometer östlich von St. Pölten. Die Obstgärten auf 260 Metern Seehöhe profitieren vom guten Klima und den fruchtbaren Böden, weiß
Matthias Weichhart den Grund dafür, dass seine Äpfel besonders g’schmackig sind. Seit sechs Jahren konzentriert sich der 31-Jährige auf die biologische Apfel- und Birnenproduktion. Auf zehn Hektar wachsen köstliche heimische Sorten, mit einem jährlichen Ertrag von 100 bis 200 Tonnen Äpfeln. Alles überspannt mit einem Hagelnetz, „sonst hätten wir nach dem schweren Hagel im Frühjahr einen massiven Ernteausfall gehabt“, sagt der Biobauer.
Heute kennt in der Region fast jeder seinen Hofladen, viele Stammkunden schätzen die hervorragende Qualität. Die selbsterzeugten Früchte werden auch zu Säften, Most, Dörrobst und Edelbränden veredelt und zum Verkauf angeboten. Matthias Weichhart beliefert auch eine große Supermarktkette. Das Geheimnis seines Erfolgs? „Bei uns darf jeder Apfel das, was er am besten kann: so schmecken, wie er wirklich ist.“
Gesundheits-Tipp
Bis zu 70 Prozent der Vitamine stecken in der Apfelschale oder direkt darunter. Die Schale ist zudem reich an Eisen, Magnesium und bioaktiven Substanzen. Selbst das Kerngehäuse ist wertvoll – es enthält Jod.
Genussrezepte
Von A wie Apfel bis Z wie Zucchini: Der kostenlose Genussrezepte-Kalender der Initiative »Tut gut!« bietet viele Infos und Rezepte zu zahlreichen heimischen Obst- und Gemüsesorten. Übersichtlich aufbereitet nach Jahreszeiten gibt’s Tipps zu Verwendung, Zubereitung, Lagerung und vielem mehr.
Bestellung & Informationen: »tut gut«-Hotline: 02742/22655,
bestellung
noetutgut.at, Downloaden unter www.noetutgut.at
Apfel-Vollkorn-Muffins
Zutaten (10 Stück): 100 g Zucker, 1 großes Ei (oder 2 kleine), 150 g Joghurt (1 %), 150 g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen), 70 g geriebene Nüsse (Hasel- oder Walnüsse), 2 TL Backpulver, 2 säuerliche Äpfel
Zubereitung: Zucker mit Ei und Joghurt cremig rühren. Die Äpfel waschen, Kerngehäuse ausstechen und Äpfel samt Schale reiben. Mehl mit Backpulver vermischen und abwechselnd mit Äpfeln und Nüssen in die Joghurtmasse einarbeiten. Den Teig in Muffinförmchen füllen und bei 180° C etwa 15 bis 20 min backen. Tipp: Besonders gut schmecken die Apfelmuffins, wenn man sie mit einer kräftigen Prise Zimt und/oder Kardamom würzt. Das Aroma verströmt pure Weihnachtsstimmung und sorgt für eine heimelige Atmosphäre in der kalten Jahreszeit.
Apfel-Karotten-Aufstrich
Zutaten (4 Portionen): 1 Karotte, 1 Apfel (säuerlich), 1 EL Saft einer Bio-Zitrone, 100 g Topfen, 2 EL Sauerrahm, Salz, Pfeffer, Petersilie (gehackt)
Zubereitung: Karotte und Apfel waschen, dünn schälen und fein raspeln, mit Zitronensaft beträufeln. Topfen mit Sauerrahm verrühren, Karotten und Apfelraspeln untermischen und würzen.
Apfel-Sellerie-Suppe
Zutaten: 500 g Knollensellerie, 300 g Äpfel, 100 g Zwiebel, 25 g Butter, 1 l klare Gemüsesuppe, 2 gehäufte EL Sauerrahm, Selleriegrün oder Petersilie, Salz, Pfeffer
Zubereitung: Sellerie, Äpfel und Zwiebeln schälen und kleinwürfelig schneiden. In einem Topf Butter zerlassen, Sellerie-, Apfel-und Zwiebelstücke darin anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen, mit Gemüsesuppe aufgießen und aufkochen. Suppe bei mittlerer Hitze kochen, bis das Gemüse weich ist (ca. 15 min). Danach mit einem Stabmixer fein pürieren und Sauerrahm zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit fein geschnittenem Selleriegrün oder Petersilie bestreut servieren.
Apfelbrot
Zutaten (25 Portionen): 1 kg geraspelte Äpfel mit Schale, 150 g halbierte Haselnüsse, 250 g Rosinen, 1 EL Zimt, 1 EL Nelkengewürz, 1 EL Lebkuchengewürz, 50 ml Rum, 250 g Zucker, 2 EL Kakao, 500 g Dinkelvollkornmehl, 1 Pkg. Backpulver, 1 Prise Salz
Zubereitung: Alle Zutaten außer Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermengen und mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Mehl mit Backpulver und einer Prise Salz mischen und in die Masse einrühren. Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. Im Rohr bei 175° C etwa 45 min backen. Tipp: Wickelt man das Brot in Frischhaltefolie ein, ist es vier bis sechs Wochen haltbar.





