Gute Erreichbarkeit & Spitzenmedizin
Die medizinische Versorgung muss im Notfall möglichst schnell funktionieren. Andererseits ist es wichtig, dass sie überall in optimaler Qualität erfolgt – ein Spagat, an dem die NÖ Landes- und Universitätskliniken laufend arbeiten.
Dr. Markus Klamminger stellvertretender Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding
Niederösterreich ist das größte Bundesland von allen in Österreich – und ungeheuer vielfältig, mit Gebirgsregionen und weiten Ebenen, kleinen, abgeschiedenen Tälern und wildromantischen Waldregionen. Keine Neuigkeit, aber ein wichtiger Faktor, wenn es um die Gesundheitsversorgung geht. Denn wenn man ins Spital muss, will man das natürlich möglichst nah am Wohnort tun können, damit Familie und Freunde auch oft vorbeischauen können und man vor allem im Notfall schnell versorgt ist. Und das ist in einem Flächenbundesland wie Niederösterreich um einiges schwerer als etwa in Wien. Auf der anderen Seite will man aber auch sicher sein, die bestmögliche medizinische Versorgung zu bekommen.
Beste medizinische Nahversorgung
In Niederösterreich arbeitet die NÖ Landeskliniken-Holding, unter deren Dach sich die 27 Standorte der Landes- und Universitätskliniken befinden, daran, diese Anforderungen zu erfüllen. Zwar wurden immer wieder Forderungen laut, die Standorte doch zu konzentrieren, um Geld zu sparen, doch das Land Niederösterreich als Träger entschied sich dagegen – mit gutem Grund, erklärt der stellvertretende Medizinische Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, Dr. Markus Klamminger: „Im Notfall ist es ungeheuer wichtig, dass Patienten rasch ins Spital kommen. 95 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher erreichen innerhalb von 30 Minuten ein Landes- oder Universitätsklinikum. Die schnelle Versorgung, wenn es um akute Hilfe geht, sichern wir durch die Erhaltung aller Klinikstandorte in der Region, was auch finanziell enorme Anstrengungen bedeutet. Das ist die eine Hälfte unserer Strategie.“ Kleines, aber nicht unwichtiges Detail am Rande: Studien belegen den großen Wert der
Klinikstandorte für die einzelnen Regionen: Mit den Krankenhäusern sind dort Arbeitsplätze gesichert, und zwar auch neben denen von Kliniken-Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern auch beispielsweise jene von regionalen Zulieferern. Damit bedeuten die Kliniken einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in den Regionen.
Spitzenmedizin für alle
Die NÖ Landeskliniken-Holding legt allergrößten Wert auf die Qualität der Versorgung, das ist die zweite Hälfte der Strategie. Einerseits ist dafür wichtig, dass die Kliniken über Medizintechnik wie MR und CT auf dem neuesten Stand der Technik verfügen. Diese Geräte sind enorm teuer, aber schonender für die Patienten und leistungsstärker in Diagnose und Therapie. Andererseits sind sogenannte Fallzahlen ein Werkzeug zur Qualitätssicherung: Nur wenn in einer Abteilung sämtliche Ärztinnen und Ärzte oft genug mit einem medizinischen Thema beschäftigt sind, werden sie auch beste Leistungen erbringen können.
Deshalb bilden sich in ganz Niederösterreich in den 27 Klinikstandorten der NÖ Landeskliniken-Holding Schwerpunkte heraus. Klamminger erklärt: „Deshalb bieten wir nicht überall alle Leistungen an. Aber dort, wo wir Schwerpunkte etablieren, können wir sie dafür auf höchstem Niveau anbieten – medizinisch wie technisch.“ Beispiele dafür sind etwa die Herzchirurgie in
St. Pölten, Neonatologie unter anderem in Zwettl oder Tulln oder psychiatrische Versorgung beispielsweise in Neunkirchen und Mauer.
Dieses Bilden von Schwerpunkten bedeutet aber auch, dass sich Behandlungsangebote aus strategischen Überlegungen heraus verschieben können, betont Klamminger: „Entscheidend ist die Qualität. Ich will bei spezifischen Gesundheitsthemen lieber vom erfahrenen Spezialisten behandelt werden, als möglichst nah von zu Hause untergebracht zu sein.“ Denn nur so ist es möglich, dass an den speziellen Zentren die besten und neuesten medizinischen Geräte bereitstehen.
Sichere Versorgung
Wichtig ist auch in finanzieller Hinsicht die enge Zusammenarbeit der Kliniken. So hat die Zusammenführung aller Kliniken unter das Dach der NÖ Landeskliniken-Holding allein durch den gemeinsamen Einkauf und andere Kooperationen bereits mit 500 Millionen Euro zur Sachkostensenkung beigetragen. Und das trotz neuester Medizintechnik für die Kliniken. Dadurch lassen sich die Finanzen nachhaltig stabilisieren, was die Budgets des Landes und der Gemeinden durch eine Dämpfung der Ausgabensteigerungen auf 3,6 Prozent entlastet.





