Glatt durch den Sommer
Rasieren, Epilieren, Wachsen und Co: Es gibt viele Möglichkeiten, lästige Haare an Beinen, in den Achselhöhlen oder in der Bikinizone zu entfernen. GESUND+LEBEN hat die gängigsten Methoden auf den Prüfstand gestellt.
Sommer, Sonne, Strand: Der Sommer steht vor der Tür und damit auch die wiederkehrende Frage nach der besten Haarentfernungsmethode. Denn immerhin will frau meist haarlos – zumindest an Beinen und unter den Achseln – durch die Bikinisaison. Dabei gilt leider: Je dauerhafter das Ergebnis sein soll, desto größer der Schmerz. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile – lesen Sie hier, welche für Sie am besten geeignet ist.
Rasieren: Schnell und einfach
Die wohl gängigste Methode ist die Nassrasur. Der Vorteil dabei ist sicherlich der Preis, denn Einwegrasierer und solche zur mehrfachen Anwendung sind relativ günstig zu erwerben. Außerdem dauert die Prozedur des Rasierens nicht sehr lange und funktioniert einfach. Der Nachteil: So schnell die Haare wegrasiert sind, so schnell wachsen sie wieder nach, denn sie werden ja nicht an der Wurzel entfernt, sondern nur abgeschnitten. Oft kommt man – vor allem bei starkem Haarwuchs – um tägliches Rasieren nicht herum. Außerdem kann die Haut auf zu häufiges Rasieren empfindlich reagieren: Nachwachsende Härchen können zu Juckreiz führen oder kleine Pusteln bilden. Dann unbedingt eine Rasierpause einlegen! Generell gilt: Bei der Nassrasur am besten Rasierschaum verwenden, bei langen Haaren eventuell zuerst mit und sonst immer gegen die Wuchsrichtung rasieren. Anschließend die Haut mit warmen Wasser gründlich abwaschen und mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion versorgen.
Enthaarungscremes: Kurz und schmerzlos
Einfach und schnell kann man Haare auch mit Enthaarungscremes entfernen. Dazu wird die Creme auf die betroffene Hautstelle aufgetragen und nach einer kurzen Einwirkzeit mitsamt den Haaren abgespült. Die Haare werden dabei durch spezielle Inhaltsstoffe zersetzt, die Wurzeln bleiben aber erhalten und das Härchen wächst weiter. Bei empfindlicher Haut können Irritationen oder Rötungen die Folge sein. Deshalb sollte die Creme bei der ersten Anwendung zunächst auf einem kleinen Hautstück getestet werden. Reagiert die Haut nicht negativ, dann ist die Enthaarungscreme eine gute Alternative zum Rasieren, denn die Wirkung hält etwas länger und man kann sich dabei nicht verletzen.
Epilieren: Lange Prozedur, dauerhafteres Ergebnis
Eine sehr effektive Methode ist das Epilieren mit einem speziellen Epilierer (Drogeriemarkt oder Elektrohandel): Zwar ist die erste Behandlung mit Abstand die schmerzhafteste und man muss mit dem Gerät mehrfach über die gleiche Stelle gehen, damit wirklich alle Haare weg sind. Da man nie alle Härchen erwischt, muss man je nach Wuchs und Haarstärke alle zwei bis vier Wochen „nachepilieren“. Die Haare wachsen feiner nach und sind weicher. Gut ist es, einen Tag vor dem Epilieren zu peelen. Um dem Schmerz und anschließenden Rötungen oder Juckreiz etwas entgegenzuwirken, kann man die Haut vor der Epilation kühlen – entweder mit einem Kühlkissen oder mit einer kalten Dusche. Die Haut sollte bei der Behandlung trocken und frei von Creme- und Fettrückständen sein. Anschließend die Haut gut mit einer beruhigenden Feuchtigkeitslotion mit Aloe Vera oder Kamillenextrakten eincremen. Ein Peeling in den folgenden Tagen ist ratsam, da dadurch verhindert wird, dass einzelne Haare einwachsen.
Wachsen: Knifflig, aber lang anhaltend
Bei dieser Methode braucht man schon etwas Übung oder man lässt es gleich beim Experten machen. Und sie ist schmerzhaft. Mit Kaltwachsstreifen oder Warmwachs (spezielles Gerät oder Tiegel zum Erwärmen) werden die Haare mitsamt der Wurzel entgegen der Wuchsrichtung herausgezogen.
Daher ist Wachsen einer der effektivsten Methode: Die Haare wachsen etwa drei Wochen gar nicht nach und danach nur sehr dünn und langsam. Auch hier ist es gut, am Tag davor zu peelen. Die Gefahr beim selbstständigen Wachsen mit Warmwachs ist, dass es zu heiß aufgetragen wird – dann kann es im schlimmsten Fall zu Verbrennungen kommen. Vorsicht ist geboten! Und man muss sich trauen: Je langsamer man den Wachsstreifen abzieht, umso schmerzhafter ist es. Also traut euch, Mädels!
Sugaring: Zucker statt Wachs
Die Enthaarung mit einer speziellen Zuckerpaste (Halawa) ist eine bekannte Methode aus dem Orient, die man in den Händen der Profis lassen sollte. Dabei wird Zucker mit Wasser und Zitronensäure erhitzt und ähnlich wie beim Wachsen auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und abgezogen. Der Unterschied zum Wachsen ist, dass der Zucker besser mit dem Haar verschmilzt und so schmerzarm entfernt wird. Für empfindliche Haut ist diese Methode besonders gut geeignet, da die Paste oft mit wundheilenden Wirkstoffen versehen ist und sie nicht mit der Haut verklebt – nur das Haar wird sanft herausgezogen.
Laser: Dauerhaft, aber teuer
Die Haarentfernung mit Laser ist mit Abstand die dauerhafteste. In einigen Sitzungen werden mittels Laser die Haarwurzeln zerstört, so dass die Haare im besten Fall gar nicht mehr nachwachsen. Die Dauer und Häufigkeit der Sitzungen hängt von der Haardicke und Farbe ab: Je dunkler und dicker die Haare, desto öfters muss gelasert werden – das kann sich ganz schön zu Buche schlagen.
Keine hundertprozentige Haarentfernung
Ob Wachsen, Epilieren, Rasieren oder Lasern, es gibt keine perfekte Methode zur Haarentfernung. Bei so vielen Methoden findet aber sicher jede Frau die, mit der sie sich wohlfühlt und die für sie die beste ist. Dann steht einem „haarlosen“ Sommer nichts mehr im Wege!
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