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Gesund und fit durch den Advent

Den inneren Schweinehund können Sie auch in der kalten Jahreszeit überwinden. Mit Motivation, der geeigneten Ausrüstung und Sportart steht einem aktiven Winter nichts im Weg.


Gesund und fit durch den Advent? Es klingt zunächst wie ein Widerspruch, denn die Kekse und Süßigkeiten locken an allen Ecken und Enden. Bei Weihnachtsfeiern und Adventmärkten sind die kalorienreichen Köstlichkeiten allgegenwärtig. Außerdem ist es viel zu kalt, zu glatt und zu schnell dunkel. Ausreden gibt es viele, der innere Schweinehund hat gerade im Winter leicht lachen. Doch er lässt sich auch in der kalten Jahreszeit überwinden, ist Mag. Markus Walzel, Projektleiter der Initiative »Tut gut!«, überzeugt: „Grundsätzlich kann man im Winter dieselben Sportarten ausüben wie im Sommer. Es gibt keine Ausreden wie etwa zu schlechtes Wetter.“

Aktiver leben auch im Winter

Ob Laufen oder Nordic Walking, die Bewegung an der frischen Luft ist Gold wert. Unebener Boden trainiert mehr Muskelgruppen, die kalte und feuchte Luft regt die Durchblutung an und der Körper wird abgehärtet. Doch gerade für Bewegungseinsteiger empfiehlt Walzel, nicht im Winter mit dem Laufen zu beginnen. „Das ist die denkbar schlechteste Jahreszeit dafür. Der Körper muss sich auf die Bewegung einstellen können und da ist der Winter nicht geeignet. Bei Menschen, die regelmäßig laufen und an Bewegung gewohnt sind, spricht wirklich nichts gegen das Laufen in der kalten Jahreszeit.“
Doch auch für weniger Bewegungsfreudige, die einen aktiveren Lebensstil beginnen wollen, gibt es Möglichkeiten. „Schwimmen etwa ist ein sehr guter Einstiegssport und für alle Altersklassen und Trainingszustände bestens geeignet. Es macht auch Spaß, einige Zeit am Cross-Trainer bei guter Musik zu verbringen, ab und zu ins Fitnessstudio zu gehen oder sich bei Vereinen oder Verbänden in Kurse einzuschreiben“, schlägt der Experte vor. Zumindest zweieinhalb Stunden zusätzliche Bewegung mittlerer Intensität pro Woche sind ideal. Trägt man sich die Termine fest in den Kalender ein, fällt es auch leichter, diese tatsächlich wahrzunehmen. Und schnell wird die Bewegung zum unverzichtbaren Bestandteil des Lebens.

Mensch ist „bewegungsfaules Wesen“

Die goldene Regel, um den inneren Schweinehund immer wieder zu überwinden, hat aber auch Markus Walzel nicht parat. „Die Evolution produziert Menschen, die exzellent Fett speichern können, die körperliche Aktivität vermeiden und die essen, wann immer etwas verfügbar ist. Hinzu kommt, dass man heute überall schnell und ohne große Anstrengungen mit dem Auto hinfahren kann.“
Dennoch hat Markus Walzel wertvolle Motivationstipps parat: „Man muss sich immer vor Augen halten, dass es einem nach der Bewegungseinheit besser geht, und dass man danach dieses innere Wohl­gefühl erfährt. Außerdem hilft es, sich
mit Freunden und Bekannten zum Training zu
verabreden. Andere Menschen sind sehr gute Motivatoren.“
Aber auch die Vorweihnachtszeit selbst kann als Anreiz gesehen werden. „Man kommt doch viel einfacher durch die Weihnachtszeit mit all den Keksen und Leckereien, wenn man regelmäßig Sport betreibt. Und man tut sich im Frühjahr gleich viel leichter, wenn man im Winter bei der Stange bleibt. Und noch etwas: Regelmäßige Bewegung stärkt vor allem auch das Immunsystem.“

Dem Stress mittels Bewegung entfliehen

Ein starkes Immunsystem ist gerade im Trubel der Festtage sehr wichtig, denn die Vorweihnachtszeit bedeutet für viele nicht nur eine Herausforderung, körperlich gesund und fit zu bleiben. Vielen schlägt der Stress auch ganz schön auf die Psyche. Es herrscht Daueralarm im Körper und dieser schwächt wiederum das Immunsystem.
Neben der Bewegung im Freien können da Entspannungsübungen wie Yoga kleine Wunder bewirken, um den Kopf freizubekommen. Generell gesehen hat die Empfindung von Stress jedoch individuell mit der inneren Einstellung zu tun, ob dieser als negativ empfunden wird, aber auch mit der eigenen Erwartungshaltung und den Erwartungen anderer. Experten raten daher dazu, sich frühzeitig mit der Familie und jenen Menschen zusammenzusetzen, mit denen das Weihnachtsfest gefeiert wird.
Kommen die individuellen Vorstellungen frühzeitig auf den Tisch, kann ein geeigneter Kompromiss gefunden und das Weihnachtsfest viel entspannter gefeiert werden. Idealerweise gestalten sich die Festtage aus wenigen festlichen Zusammenkünften sowie eingeplanten Ruhephasen. Und dazwischen hilft ein flotter Winterspaziergang. So bleiben Geist und Körper fit.

FOTO: bildagentur waldhäusl