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Ferienzeit = Spielezeit

Alte Spiele als Kontrastprogramm zu Computer und Fernseher


Foto: „die umweltberatung“ Würthner/ Pomper

Schon seit Wochen ist Sommerstimmung in der Natur, die Bäder locken und die Lust im Freien zu sein steigt mit dem Thermometer. Und nun endlich bleibt auch der Wecker in der Früh stumm und die Schulsachen dürfen ihre verdiente Ruhe auf dem Dachboden genießen. „Kein Tagesplan, machen, was ich will und wann ich will“, freut sich Karoline auf die kommenden Wochen. Doch gerade die Zeit zuhause, zwischen Urlaubsreise und Pfadfinder­lager kann manchmal etwas lange werden. Nicht die ersten freien Tage, sondern so nach einiger Zeit. Den ganzen Tag nur vor Playstation, Wii, Computer oder Fernseher? Das wird selbst den meisten Kindern irgendwann zu langweilig. „Was soll ich denn tun? Mir fällt nichts ein. Weißt du was?“, ist die Standardfrage des Nachwuchses an die Eltern. Und dann, beim Erinnern an die eigenen Schulferien, an das Lieblingsspiel aus Kindertagen, huscht fast jedem Erwachsenen ein Lächeln übers Gesicht. Erinnerungen an endlose „Hetz“ und Stunden, die wie im Flug vergingen, sind plötzlich wieder da. An Spiele, für die eigentlich nur eines benötigt wurde: eine Kinderschar oder zumindest ein zweiter Mitspieler. Ungefähr weiß man noch, wie es funktioniert hat, nur das grundlegende Regelwerk der Spiele ist häufig vergessen. Mit der Sammlung „Alte Spiele – neu entdeckt!“ bietet „die umweltberatung“ eine Fülle an Spielideen für drinnen und draußen. Altbekannt und doch immer aktuell. Und GESUND+LEBEN zeigt hier ein paar davon.

Im Miteinander-Spielen erweitern Kinder laufend ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten, lernen sich zu konzentrieren und ihre soziale Kompetenz zu verbessern – und das alles so ganz nebenbei, mit einem großen Spaßfaktor. Alte Spiele, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, kommen mit wenig bis gar keinem Spielmaterial aus und sind gerade aus diesem Grund so wertvoll: Die Kinder können sich mit Fantasie und ganz persönlichen Erfahrungen ihre eigenen Lebenswelten erschließen. Sie haben die Möglichkeit, selbst zu gestalten, aktiv zu werden und aus der Rolle des passiven Konsumenten herauszutreten, in die sie viele heutige Spiele drängen. Es gibt Laufspiele, Fangspiele, Ball- oder Hüpfspiele ebenso wie solche für Regentage oder zum Denken und Raten. Für manche werden möglichst viele Kinder benötigt, bei anderen können aber auch nur zwei aktiv werden. Über eine Wiese laufen, auf Bäume klettern oder balancieren, all das fördert die gesunde Entwicklung des Kindes und hilft, den Zivilisationskrankheiten vorzubeugen. Gleich ob in den schnell wachsenden Wohnsiedlungen im städtischen Bereich oder in den Dörfern am Land – überall gibt es eine Wiese, auf der sich die Kinder treffen und austoben können. Mit den neuen „alten“ Spielideen werden schnell Kontakte geknüpft und neue Freundschaften geschlossen. Die spielende Kinderschar verbindet unterschiedliche Altersgruppen, eint Mädchen und Buben und schafft so ein Wir-Gefühl, das heute immer seltener wird. Oftmals genügt ein kleiner Anstoß durch die Eltern, um mit dem gemeinsamen Spiel zu beginnen. Und dann läuft es wie von selbst, neue Kinder kommen hinzu, machen mit und verabschieden sich nach einem lustigen Nachmittag mit einem frohen „Bis morgen – da spielen wir weiter!“, wenn der Abend das Spiel beendet.

 

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