Energiesparen leicht gemacht
Sie benutzen eine elektrische Zahn-bürste, haben Fernseher und Kaffee-maschine ständig auf Stand-by und zudem einen Wäschetrockner? Dann sind Sie ein richtiger Stromrowdy.
Haushaltsstrom ist der vergleichsweise teuerste Strom, doch gerade im privaten Bereich kann man ihn ganz einfach einsparen. Manche Elektrogeräte verbrauchen alleine für den Standby-Modus übers Jahr gesehen mehr Energie als im eingeschalteten Modus, das Einsparungspotenzial ist groß. Wer Strom spart, bekämpft nicht nur die eigene Finanzkrise, sondern hilft auch, die Umwelt zu entlasten.
Stromverbrauch berechnen
3.500 Kilowattstunden verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt im Jahr, bei einem Preis von 20 Cent pro Kilowattstunde knabbert die Stromrechnung ganz schön am Haushaltsbudget. Und der Stromverbrauch steigt immer weiter, immer mehr elektrische Geräte erleichtern zwar den Haushalt, erleichtern aber auch die Geldbörse. Für einen bewussten Umgang mit Energie muss man wissen, welche Geräte wie viel Strom verbrauchen. Knapp die Hälfte geht für das Heizen (49 %) drauf (allgemeine Durchschnittswerte, betrifft Sie nur, falls Sie mit Strom heizen); der Stromverbrauch für Haushaltsgeräte (7 %), Licht (1 %) und Warmwasser (8 %) nimmt sich dagegen mit insgesamt 16 Prozent fast bescheiden aus. Bei den Haushaltsgeräten wird beim Kochen, Spülen, Trocknen und Gefrieren der meiste Strom verbraucht. Trotzdem, wer in allen Bereichen spart, spart insgesamt mehr – nur ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkosten gleich um sechs Prozent.
Kosten vergleichen
Ein Kostenvergleich der einzelnen Energieanbieter hilft; die Firma E-Control (www.e-control.at) bietet auf ihrer Homepage einen Preisvergleich aller österreichischen Anbieter an. Bis zu 200 Euro können Sie pro Jahr einsparen, wenn Sie beim passenden Anbieter sind.
Auch ein Strommessgerät bringt einen raschen Überblick über die Stromfresser, die Sie dann sofort des Hauses verweisen sollten. Tipp: Energiemessgeräte können Sie bei der Energieberatung NÖ (www.energieberatung-noe.at) kostenlos ausleihen. Das Messgerät wird zwischen Haushaltsgerät und Steckdose platziert und ermittelt sofort den aktuellen Stromverbrauch. Es gibt auch Geräte, die gleich den Jahresstromverbrauch errechnen und die Kosten dafür anzeigen. Wer ein Gerät kaufen möchte, muss mit acht bis 50 Euro rechnen, achten sollte man beim Kauf eines derartigen Gerätes darauf, dass die Wirkleistung und nicht die Scheinleistung gemessen wird.
Haben Sie die Energiesünder entlarvt, sollten Sie die alten Geräte tauschen – auf lange Sicht die billigste Lösung. Zwei energiesparende Alternativen zu einer elektrischen Warmwasserbereitung sind beispielsweise eine Solaranlage – die umweltfreundlichste Art, warmes Wasser zu erzeugen – oder eine Brauchwasserwärmepumpe, die etwa 40 Prozent weniger Strom verbraucht als ein Elektroboiler. Eins ist sicher: Strom sparen lohnt sich!
Informationen:
Energie- und Umweltagentur NÖ (ENU) – Energieberatung,
Tel.: 02742/22144,
www.energieberatung-noe.at
Energieeffiziente Geräte finden Sie auf
www.topprodukte.at
Tipps zum Stromsparen
- Tageslicht nutzen
- Innenwände, Fußböden und Decken hell ausmalen
- Lampen auf energiesparende Lampentypen austauschen
- Bewegungsmelder und Dimmer einbauen, um die Lichtstärke den Lichtbedürfnissen anzupassen
- Reflektierende Lampenschirme verstärken die Lichtquelle
- Energiesparlampen statt Glühbirnen
- Lichtquellen nicht unnötig brennen lassen
- Lichtquelle auf die Lichtbedürfnisse anpassen (z. B. zentrierte Lichtquelle bei Arbeitstisch)
- Nur kalte Nahrungsmittel in den Kühl- und Gefrierschrank geben
- Dichtungen am Kühlschrank kontrollieren
- Geschirrspüler, Wäschetrockner und Waschmaschine nur voll beladen aktivieren
- Beim Waschen auf die Vorwäsche verzichten
- Wäsche mit niedrigeren Temperaturen (30 oder 40 Grad) waschen, die meiste Energie wird beim Aufheizen verbraucht
- Deckel beim Kochen verwenden, ohne Deckel wird dreimal so viel Energie benötigt
- Topfgröße auf Größe der Herdplatte anpassen
- Geräte mit einer abschaltbaren Steckerleiste komplett vom Stromnetz nehmen
Glühbirne, Halogen, LED & Co
Es gibt verschiedene Lampentypen, das Licht wird entweder durch Temperaturstrahlung (Glühbirne, Halogen-Glühlampe) oder durch Gasentladung (Leuchtstofflampe) erzeugt.
- Glühbirne: Temperaturstrahler, in dem ein Wolframdraht erhitzt wird, circa fünf Prozent der elektrischen Energie wird in sichtbares Licht umgewandelt, der Rest ist Wärme, deshalb sind Glühbirnen als Lichtquelle ziemliche Energiefresser.
- Halogen-Glühlampe: Funktionieren ähnlich wie Glühbirnen, zusätzlich enthalten sie ein Halogengas (Brom, Chlor, Fluor oder Jod), das zum Leuchten gebracht wird. Vorteil zur Glühbirne: Sie leuchten um bis zu 50 Prozent stärker, sind
- kleiner und haben eine längere Lebensdauer, etwa 5.000 Stunden.
- Leuchtstofflampen: Sind Quecksilberdampf-Niederdrucklampen, wo im
- Entladungsraum UV-Strahlung (für das menschliche Auge unsichtbar) mit Hilfe von Leuchtstoffen in sichtbare Strahlung umgewandelt wird. Vorteil: höhere Lichtausbeute.
- Energiesparlampen: Sind Kompakt-Leuchtstofflampen, die im niederen Wattbereich wirtschaftlicher zu Glühbirnen sind, weil sie heller leuchten und eine bis zu zwölffache Lebensdauer haben.
- Leuchtdioden (LED): LED-Lampen basieren auf Halbleiterverbindungen, die elektrischen Strom in Licht umwandeln, heller leuchten, aber nicht so effizient wie Leuchtstofflampen sind.





