Die ersten Schritte ins neue Klinikum
Im Landesklinikum Mödling ist ein ganzes Haus neu gebaut und wird nun in Betrieb genommen. In den letzten Wochen liefen Probebetrieb und Übersiedlung. GESUND&LEBEN durfte zuschauen, wie man ein Krankenhaus in Betrieb nimmt.
Wer schon einmal selbst um- oder neu gebaut hat, weiß, was das bedeutet: Man muss sich um zahlreiche Fragen kümmern, mit den verschiedenen Professionisten kommunizieren, alles im Auge haben, improvisieren und gleichzeitig für jedes Problem eine Lösung finden. Und dann muss alles gründlich mehrfach gereinigt werden, bevor man mit Sack und Pack einziehen kann.
So ähnlich ist das auch bei einem Krankenhaus: Im Landesklinikum Mödling ist der neue Pavillon A nun fertig und geht im Mai in Betrieb. Hell ist er, freundlich, funktionell und einladend. In den oberen Stockwerken hat man eine hervorragende Aussicht. Alles ist neu und schön. Ende April wurden Arbeitsabläufe mit den künftigen Nutzern aller Berufsgruppen in den neuen Räumen durchprobiert: Wo kommen die Patientinnen und Patienten in den Interdisziplinären Aufnahmebereich? Wie funktioniert dort die Leitstelle? Wie geht es von hier aus zur Behandlung? Wie arbeitet die neue Radiologie mit den superschnellen Röntgengeräten, deren Bilder sofort auf den Computerschirmen zu sehen sind? Wie sind die Arbeitsabläufe am Gipsplatz? Wie werden Patienten in die neuen Operationssäle eingeschleust? Und von dort in den Aufwachraum gebracht? Für diesen Testbetrieb stellten sich Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Baden zur Verfügung.
Für die Zukunft gerüstet
Es ist viel Arbeit, neben dem laufenden Betrieb im Landesklinikum auch den Neubau und den Umzug in den neuen Klinik-Teil zu managen, weiß der Kaufmännische Direktor, Dipl. KH-BW Reinhard Fritz: „Viele Menschen haben sich dafür wirklich viele Gedanken gemacht. Wir haben ja auch von Anfang an die künftigen Nutzer in die Planung eingebunden und standortübergreifend geplant.“ Fritz weiß aber auch, dass der Start im Neubau erst der Anfang ist. Danach wird der Altbau abgetragen und zwei weitere Pavillons errichtet. 2017 wird das Landesklinikum Mödling dann fertig sein. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Bauarbeiten selbst ebenso wie die vielen Neuerungen in den Abläufen eine Herausforderung, weiß der Ärztliche Direktor Prim. Univ.-Doz. Dr. Johann Pidlich. Prim. Dr. Burghard Plainer, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin: „Wir planen das alles seit acht Jahren und haben schon im Vorfeld viel verändert wie die Einführung des Interdisziplinären Aufnahmebereichs und der Interdisziplinären Tagesklinik. Damit sind wir für die Zukunft gut gerüstet.“ Und schließlich ist der neue Klinik-Teil wunderschön – nicht zuletzt für die Patienten.





