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Das Mega-Zukunfts-Projekt

MedAustron bringt Medizin und Forschung auf Weltniveau – und Hoffnung für viele Krebs-Patientinnen und -Patienten


studio baldauf

In Wiener Neustadt entsteht mit MedAustron zurzeit eines der modernsten Krebsbehandlungs- und Krebsforschungszentren der Welt. MedAustron wird im Vollbetrieb rund 1.400 Patientinnen und Patienten neue Chancen im Kampf gegen den Krebs eröffnen. Vor kurzem kam es zur Übergabe der Ionenquelle, einer der wichtigsten Grundlagen für den Betrieb von MedAustron. Diese Ionenquelle, ein unscheinbarer blauer Kasten, ist das erste Glied in der MedAustron-Beschleunigerkette und erzeugt jene Teilchen, die zur medizinischen Behandlung von Krebspatienten und für die Forschung verwendet werden.

260 Arbeitsplätze

Seit vielen Jahren beschäftigt sich das Land
Niederösterreich mit diesem Projekt, das zu den mutigsten und zukunftsträchtigsten Projekten gehört. Von Anfang an mit voller Kraft engagiert war Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Er sieht dabei nicht nur die Menschen, für die MedAustron Hoffnung und Gesundheit bringen wird: „MedAustron bedeutet einen Meilenstein in der Entwicklung des Gesundheits- und Forschungsstandorts Niederösterreich. Dieses Projekt wird wesentlich dazu beitragen, Niederösterreich auf die internationale Landkarte der Spitzenmedizin und Spitzen­forschung zu bringen. MedAustron passt damit punktgenau in die Strategie, unser Bundesland zu einem Land der Patente zu machen und reiht sich nahtlos in die Wissenschafts- und
Forschungsachse des Landes Niederösterreich ein.“
160 hochqualifizierte Arbeitsplätze werden direkt bei MedAustron entstehen, weitere 100 Arbeitsplätze im Umfeld durch Zulieferer und  Beherbergungs­betriebe. Intensiv begleitet wird die Umsetzung von MedAustron durch das Europäische Kernforschungszentrum CERN mit Sitz in Genf und seinen Generaldirektor Dr. Rolf-Dieter Heuer.

1.400 Patienten pro Jahr

Die Grundsteinlegung für MedAustron in Wiener Neustadt fand im Jahr 2011 statt. Die Beschleunigeranlage soll noch heuer aufgebaut werden, 2014 ist der Probebetrieb geplant. Ab Ende 2015 sollen die ersten ambulanten Therapien durchgeführt werden. Im Vollbetrieb – ab dem Jahr 2020 – sollen rund 1.400 Patientinnen und Patienten behandelt werden. Rund 200 Millionen Euro werden in die Errichtung von MedAustron investiert. Weltweit existieren bisher nur drei derartige Ionentherapiezentren. Dementsprechend groß ist auch das internationale Interesse am MedAustron-Projekt.
Dr. Erwin Pröll: „MedAustron ist für uns ein Schlüsselprojekt, nicht nur im Kampf gegen den Krebs, sondern auch für die internationale Positionierung unseres Landes.“