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Bauen für unsere Gesundheit

In fast allen NÖ Landeskliniken wird gebaut – ob Zu- oder Umbau, oder sogar Neubau. Lesen Sie, was derzeit gerade geschieht.


LK Baden

Noch vor zehn Jahren war das Land Niederösterreich Rechtsträger von nur wenigen Kranken­häusern: Eine Geschäftsstelle im Amt der NÖ Landesregierung betreute die a.ö. Krankenhäuser Mödling-Hinterbrühl, Mauer, Hochegg und Tulln; 2003 kam das a.ö. KH Baden in die Rechtsträgerschaft des Landes, und weitere Übernahmen zeichneten sich ab: Den Gemeinden wuchsen Kosten und die Verantwortung über den Kopf. Deshalb entstand 2004 die NÖ Landeskliniken-Holding.

Schon 2005 kamen die Landeskliniken Waidhofen/Thaya, Mistelbach-Gänserndorf, Hollabrunn, St. Pölten, Lilienfeld, Amstetten, Hainburg und Gmünd dazu, und die NÖ Landeskliniken-Holding wurde per Landesgesetz zum Fonds mit eigener Rechtspersönlichkeit.

2006: Die a.ö. Krankenhäuser Melk, Waidhofen/Ybbs, Zwettl, Scheibbs und der Krankenanstaltenverband Waldviertel mit Horn und Allentsteig begaben sich unter das Dach der NÖ Landeskliniken-Holding. Im Jahr 2007 folgte der Krankenanstaltenverbund Korneuburg-Stockerau, 2008 dann die letzten Kliniken in NÖ, die a.ö. KH Wiener Neustadt, Neunkirchen und Klosterneuburg. Seither ist viel geschehen, und in den kommenden Jahren ist auch noch viel geplant. Über die wichtigsten aktuellen Schritte im Baugeschehen der NÖ Landeskliniken-Holding derzeit lesen Sie hier mehr.

Landesklinikum Waidhofen/Ybbs

Seit Beginn des Zu- und Umbaus im Oktober 2002 bis zur Fertigstellung im Frühjahr 2012 investiert das Land NÖ 44,5 Millionen Euro in das Landes­klinikum Waidhofen/Ybbs. Zügig schreiten die Baumaßnahmen voran, viele Teilabschnitte sind bereits fertig gestellt. Neben der Aufstockung des Bettentraktes um zwei Geschoße, der Errichtung eines Hubschrauberlandeplatzes, der Etablierung eines Herzkatheterlabors sowie zahlreicher Standard­anpassungen und Erneuerungen in beinahe allen Bereichen sieht der nächste Bauabschnitt die Neusituierung der Verwaltung vor, der Wirtschaftstrakt wird aufgestockt – dazu wurde nun Gleiche gefeiert.

Landesklinikum Mistelbach

Spatenstich für den Zu- und Umbau des LK Mistelbach-Gänserndorf: Insgesamt investiert das Land Niederösterreich
186 Millionen Euro in den Ausbau, der bis 2017 realisiert werden soll.

Das Bauprojekt ist eine große Herausforderung: Die umfangreichen Zu- und Umbauten müssen neben dem laufenden Betrieb bewältigt werden, und außerdem soll der historische Kern des Landesklinikums wiederhergestellt werden. Neu entstehen ein Operations- und Intensivzentrum, ein Familienzentrum, das die Kinder- und Jugendabteilung, die Gynäkologie und Geburtshilfe sowie eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie enthält, eine gemeinsame Erstversorgungs- und Auf-nahmeeinheit, eine Pflegestationen für den Bereich Innere Medizin inklusive Dialyse, ein neu organisierter diagnostischer Bereich (Ambulanzen) und eine psychiatrische Tagesklinik für Erwachsene. Weiters wird ein Parkhaus mit 250 Stellplätzen errichtet.

Landesklinikum Scheibbs

Im Landesklinikum Scheibbs wird schon seit einiger Zeit umgebaut, viel ist bereits fertig und neu bezogen. Nun bezog die interdisziplinäre Onkologieeinheit am LK Scheibbs nach kurzer Umbauzeit auf der Ostseite im 1. Stock des Kupelwiesertraktes neue Behandlungs- und Besprechungsräume. Jährlich werden in der Onkologie rund 4.100 Patienten betreut. Um die ständig steigende Patientenzahl bewältigen zu können und den Komfort für die Betreuung der Patienten zu erhöhen, wurden die Behandlungsräume nach neuestem Standard adaptiert.

Landesklinikum Neunkirchen

Als erstes sichtbares Zeichen für den Neubau des LK Neunkirchen wurde die Bautafel enthüllt. Schon bald geht es mit den ersten projektvorbereitenden Baumaßnahmen los. Bei der feierlichen Enthüllung: DI Thomas Walterskirchen, Bgm. KR Herbert Osterbauer, Pflegedirektorin Maria Aichinger, MAS, MSc, LAbg. Hermann Hauer,  Dipl. KH-BW Ing. Franz Pöltl, Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Gerhard Koinig, MBA, Kaufmännischer Direktor Dipl. KH-BW Johann Ungersböck

Landesklinikum Baden-Mödling

Das Landesklinikum Baden-Mödling – ein Klinikum an zwei Standorten – hat besonders viel Neues vor sich: Hier entsteht eine der modernsten Gesundheitseinrichtungen Europas. Deshalb gibt es nun sogar eine eigene Bau-Website, www.klinikneubau.at, die umfassende Informationen und Eindrücke vom Neubau, Livebilder von den Baustellen und jede Menge Informationen anbietet. Auf www.klinikneubau.at können Interessierte auch über ein Kontaktformular direkt ihre Fragen zum Projekt stellen sowie via Mausklick zum jeweils anderen Klinikstandort wechseln. Auch abseits des Internets kann man sich zum Neubau informieren: beim Baustellenservice (02252/205-205 für Baden bzw. 02236/204-204 für Mödling) sowie ab September bei den interaktiven Infopoints mit Touchscreen in der Eingangshalle. Mit den Bürgerinformationsveranstaltungen, die in Kooperation mit den Stadtgemeinden Baden und Mödling angeboten werden, erhalten Anrainer und Betroffene darüber hinaus auch regelmäßig Informationen aus erster Hand von Baufachleuten sowie der Bau-Projektleitung.

Baustart in Baden: Für den Neubau des Klinik-Standorts Baden rollen bereits die Bagger: Parkdeck und Technisches Versorgungszentrum (TVZ) sollen im Frühjahr 2012 in Betrieb genommen werden und sind wichtige Voraussetzungen für den Baustart der Pavillons für den Neubau des Landesklinikums und des Landespflegeheims. Denn unmittelbar nach Fertigstellung kann mit dem Abbruch der alten Tiefgarage sowie der bestehenden Energiezentrale und in weiterer Folge auch mit dem Bau der drei neuen Pavillons begonnen werden. 

Beginn der Abbrucharbeiten in Mödling: Die Absiedlung des Verwaltungsgebäudes ist nun abgeschlossen, dem Abbruch des Gebäudes steht nichts mehr im Wege. Dazu laufen die Vorbereitungen derzeit auf Hochtouren, ab etwa Mitte September wird Schritt für Schritt mit der Abtragung des Gebäudes begonnen. Zentrales Anliegen dabei ist es, die Belastung für Patienten und Mitarbeiter sowie die Anrainer möglichst gering zu halten.