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Achtung, Wasserader!

Schlechter Schlaf kann ein Anzeichen dafür sein, dass man auf einer Wasserader liegt. Wünschelrutengeher können diese unterirdischen Störzonen finden. GESUND+LEBEN erklärt, was es damit auf sich hat und wie man Scharlatane entlarvt.


In der Vergangenheit war es durchaus üblich, die „Kunst“ der Radiästhesie intensiv zu nützen (der Begriff „Radiästhesie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Strahlenfühligkeit“). Man suchte Erzlager oder Brunnen mithilfe der Wünschelrute oder mutete den Bauplatz aus, bevor ein Haus gebaut wurde. In China war es sogar verboten, ein Haus zu bauen ohne vorherige Bauplatzuntersuchung. Zu genau wusste man Bescheid über die Wirkung von Standorten und Plätzen auf den Menschen.

Zusammenhang Mensch und Natur

Zwischen dem menschlichen Organismus und seinem Umfeld bestehen also enge Zusammenhänge. Seit Jahrtausenden gibt es Erfahrungen auf diesem Gebiet, auch interessante Untersuchungen, aber nur wenige wissenschaftliche Grundlagen. Seit über zehn Jahren forscht das Europäische Zentrum für Umweltmedizin – EZU (siehe Kasten) in diesem Bereich. In neuesten Studien wurde nun nachgewiesen, dass das Schlafen auf sogenannten geopathogenen Zonen, also Störzonen, eine Vielzahl an Beschwerden auslösen kann. Daten liefert ein Langzeitprojekt mit dem Untersuchungszeitraum 2004 bis 2011: Teil nahmen etwa 200 Personen, sämtliche Beschwerden wurden genauestens dokumentiert. Ein qualitätsgeprüfter Rutengeher untersuchte dann den Schlafplatz der Betroffenen, in vielen Fällen wurde eine Wasserader geortet. Stellten diese Menschen dann ihr Bett um – oft reichte schon ein halber Meter –, gingen die Beschwerden zurück oder verschwanden gänzlich. Erstmals wurden also gesundheitliche Veränderungen durch das Verlegen von radiästhetisch belasteten Schlafplätzen wissenschaftlich dokumentiert.

Seriöse Rutengeher

Sollten Sie Ihren Schlafplatz untersuchen lassen wollen, dann nur von einem erfahrenen, seriösen Rutengeher, sagt Dr. Engelbert Dechant vom Europäischen Zentrum für Umweltmedizin: „Manche Menschen besitzen die Fähigkeit, diese störenden Schwingungen mit der Wünschelrute wahrzunehmen. Doch leider gibt es auch viele Scharlatane, ein Zertifikat dafür gibt es leider nicht.“ Als Qualitätskriterium nennt er: „Seriöse Anbieter bieten nur ihre Leistung an, also das Aufspüren der Wasserader, und keine zusätzlichen Produkte wie beispielsweise Abschirmvorrichtungen, Entstörgeräte, Bodenakupunktur usw. Unseriös ist auch, wenn der Rutengeher zuerst die körperlichen Beschwerden wissen will, bevor er mit der Suche beginnt.“ Sollten Sie unsicher sein, wenden Sie sich an das EZU.

FOTO: iStockPhoto

Europäisches Zentrum für Umweltmedizin

Das Europäische Zentrum für Umweltmedizin – EZU, beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Erforschung des Einflusses von natürlichen und künstlich erzeugten Feldern auf die Gesundheit des Menschen, derzeit noch ein Randgebiet der Medizin. Gegründet wurde das EZU im Jahre 1999 und geht unter anderem auf das Engagement von Hofrat Prof. Franz Rupp, dem ehemaligen Generaldirektor der NÖGKK, zurück.

Informationen: NÖ Landesakademie,
 Europäisches Zentrum für Umweltmedizin, 
Neue Herrengasse 17A, 3109 St. Pölten, Tel.: 02742/294-17450, www.ezu.at