140 »Gesunde Gemeinden« sind zertifiziert
Gesundheitsangebote in der eigenen Gemeinde helfen den Bürgerinnen und Bürgern, gesund zu bleiben. »Gesunde Gemeinden« bieten diese Angebote. 140 von ihnen erhielten die Bestätigung für die Qualität ihrer Arbeit.

LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka, die beiden LAbg. Otto Kernstock und Karl Moser, Dr. Edith Bulant-Wodak, Leiterin der Initiative »Tut gut!«, und Projektleiterin Walburga Steiner mit den Regionalberatern des Programms »Gesunde Gemeinde« am »Gesunde Gemeinde«-Tag in der NV Arena in St. Pölten
344 »Gesunde Gemeinden« gibt es in NÖ – das sind knapp zwei Drittel aller Gemeinden. In den »Gesunden Gemeinden« leben in Summe über eine Million Menschen. Die »Gesunden Gemeinden« erfüllen – mit Unterstützung der Initiative »Tut gut!« – den Auftrag ihrer Bürgerinnen und Bürger, Angebote für ein gesundes Leben vor Ort anzubieten. Nun wurden 140 dieser »Gesunden Gemeinden« für ihre Arbeit ausgezeichnet und dafür am »Gesunde Gemeinde«-Tag 2012 in der NV Arena in St. Pölten vor den Vorhang geholt. Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka: „Unsere »Gesunden Gemeinden« bilden einen starken Grundstein und setzen wichtige Impulse für die Gesundheitsvorsorge in Niederösterreich. Mit dem »Gesunde Gemeinde«-Tag 2012 sagen wir einerseits Danke an die zahlreichen Menschen in unseren Gemeinden, die sich unermüdlich für die Gesundheit anderer engagieren. Andererseits gewährleistet die Grundzertifizierung unserer »Gesunden Gemeinden« die Qualitätssicherung und -steigerung – ein wichtiges Zeichen für die erfolgreiche Umsetzung vorbildhafter Initiativen und Projekte zur Förderung der Gesundheit in unseren Gemeinden.“
Und Walburga Steiner, Leiterin des Programms »Gesunde Gemeinde« der Initiative »Tut gut!«, betont: „Ehrenamtliches Engagement ist auch beim Thema Gesundheitsförderung in der Gemeinde sehr wichtig. Wir haben 15 Regionalbetreuerinnen und -betreuer, die die Gemeinden unterstützen und die Prozesse moderieren, aber ohne das ehrenamtliche Engagement der Menschen in den Gemeinden wäre diese erfolgreiche Arbeit nicht möglich.“
Qualität sichern in den Gemeinden
Die »Gesunden Gemeinden« liefern für ihre Bürgerinnen und Bürger umfassende und maßgeschneiderte Gesundheitsangebote direkt vor Ort. Dabei arbeitet jede Gemeinde nach den Wünschen der lokalen Bevölkerung. Damit die Qualität der Angebote gewährleistet ist, lud die Initiative »Tut gut!« die Gemeinden zur Grundzertifizierung ein, die 140 Gemeinden absolviert haben. Sie belegten die Struktur- und Prozessqualität ihrer Arbeit, indem sie mindestens acht von zehn Kriterien erfüllen (siehe Kasten). Gemeinden, die sich heuer nicht zertifiziert haben, können dies auch in einem der nächsten Jahre nachholen. Walburga Steiner betont: „Wichtig ist, dass die Teams in den Gemeinden dranbleiben und wissen, wohin sie sich entwickeln sollen, damit das Programm zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger optimal wirken kann.“ Dann können auch beim nächsten »Gesunde Gemeinde«-Tag 2013
wieder zahlreiche Gemeinden für die hohe Qualität ihrer Präventionsarbeit ausgezeichnet werden.
Informationen:
www.noetutgut.at
Walburga Steiner ist Leiterin des Programms »Gesunde Gemeinde« und Mitarbeiterin im Bereich Gemeinde. Sie ist seit 1997 für die Initiative »Tut gut!« tätig, zunächst in der Regionalberatung, seit 2005 als Programmleitung. Auch hat sie einige Projekte der Dorf- und Stadterneuerung im Waldviertel
geleitet.
Die Kriterien
Strukturebene
- Das Programm »Gesunde Gemeinde« wurde in der Gemeinde vorgestellt.
- Ein Arbeitskreis ist organisiert und eine Arbeitskreisleitung definiert.
- Der Arbeitskreis ist für alle zugänglich und wird offiziell angekündigt.
- Der Arbeitskreis wird finanziell von der Gemeinde unterstützt.
- Der Arbeitskreis wird personell von der Gemeinde unterstützt.
Prozessebene
- Regelmäßige Sitzungen (mind. zwei pro Jahr), die auch öffentlich ausgeschrieben werden, finden statt.
- Zu mindestens zwei dieser Sitzungen wird der Regionalberater eingeladen.
- An jeder Sitzung nehmen Personen aus verschiedensten Herkunftsdisziplinen und mit verschiedenen Zugängen zum Thema Gesundheit teil.
- Die Sitzungen werden protokolliert, den Teilnehmenden, der Gemeinde sowie der Regionalberatung wird ein Protokoll zur Verfügung gestellt.
- Die »Gesunde Gemeinde« agiert vernetzt als Plattform für Gesundheitsförderung und Prävention in der eigenen Gemeinde.
Dr. Werner Schwarz
Sportwissenschafter und Direktor des Sportgymnasiums in Wiener Neustadt, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Programmen zum Gesundbleiben und zur Leistungssteigerung. Besonders interessiert es ihn, die neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung für den Schulbetrieb nutzbar zu machen. Mit „Vital4Brain – Bewusst bewegen. Besser lernen“ hat er nachweisbar tolle Erfolge. Lehrerinnen und Lehrer können dieses Wissen erwerben und die DVD in der eigenen Schule einsetzen.




