100 Medizin-Mythen aufgeklärt
Viele haben Amalgam-Füllungen in den Zähnen. Dieser Stoff besteht etwa zur Hälfte aus Quecksilber, das als sehr giftig eingestuft wird. Doch sind die Zahnfüllungen dadurch schädlich für unseren Körper, wie oft behauptet wird?
Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Buch „100 Medizin-Mythen“, das aus einer Kooperation zwischen der österreichischen Zweigstelle des Cochrane-Netzwerks an der Donau-Universität Krems, der Plattform medizin-transparent.at und dem Verein für Konsumenteninformation entstand und nun im Handel erhältlich ist. In dem Buch wird auf verständliche Art mit bekannten Medizin-Mythen aufgeräumt. Die Autoren gehen auf die streng wissenschaftliche Beweislage ein und bewerten den Mythos nach dem System „unzureichend“ (nicht genug Studien vorhanden), „niedrig“ (Faktenlage nicht gut abgesichert), „mittel“ (Faktenlage einigermaßen gut abgesichert) und „hoch“ (Faktenlage gut abgesichert). Mag. Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann-Stellvertreter und Vorsitzender des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS), der sich für die Etablierung der Cochrane-Zweigstelle in NÖ eingesetzt hat, nennt das Buch „einen Handlauf für die Patienten“, einen verlässlichen Zugang zu Gesundheitswissen, der allerdings nicht den Besuch beim Hausarzt ersetzen könne.
Weitere Beispiele bekannter Mythen: Ist Sport eine wirksame Maßnahme zur Bekämpfung von Depression? Erhöht der Konsum von Zucker das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken? Schützt Vitamin C tatsächlich vor Erkältungen? Die Antworten auf diese Fragen sind oft überraschend. Und wie sieht es nun mit den Amalgam-Füllungen aus? Mit Ausnahme von einigen sehr spezifischen Nebenwirkungen stellen diese Plomben keine Gefahr für die Gesundheit dar.
100 Medizin-Mythen
Hrsg. Verein für Konsumenteninformation (VKI), Wien 2014, ISBN: 978-3-99013-039-1, 14,90 Euro
www.konsument.at/medizinmythen
Wenn auch Sie einen Mythos kennen, dessen Wahrheitsgehalt Sie überprüfen möchten, wenden Sie sich an www.medizin-transparent.at/anfrage





