< vorhergehender Beitrag

Wegbereiter in die Zukunft

Das Medizinische Zentrum Gänserndorf ist Teil des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf und gleichzeitig Niederösterreichs einzige alleinstehende Tagesklinik – und damit ihrer Zeit voraus.


FOTOS: Felicitas Matern

Medizinisches Zentrum Gänserndorf

Das Medizinische Zentrum Gänserndorf (MZG) beruht auf mehreren Säulen: auf einer allgemeinmedizinischen, einer unfallchirurgischen und den fachspefizischen Ambulanzen sowie auf der Tagesklinik. Das MZG ist rund um die Uhr geöffnet, die allgemeinmedizinische Ambulanz steht den Patienten immer zu Verfügung – vor allem, wenn der Hausarzt nicht da ist. Es gibt einen hochmodernen, interdisziplinär nutzbaren Operationssaal mit einer hellen, freundlichen Tagesklinik. Für jegliche Eingriffe steht ein erfahrenes Team zu Verfügung.

Im Medizinischen Zentrum Gänserndorf (MZG) ist immer Betrieb. Angefangen von der Behandlung von kleinen Alltagsverletzungen über die Verabreichung von Chemotherapie bis hin zu chirurgischen Eingriffen deckt das Zentrum ein großes Leistungsspektrum ab. Der Aufbau beruht auf mehreren Säulen: Ambulanzen, und zwar allgemein, unfallchirurgisch und fächerspezifisch, und Tagesklinik. Das Gebäude selbst ist hochmodern ausgestattet und hell und freundlich eingerichtet. Kein Wunder also, dass sich laut aktueller Patientenbefragung 98,5 Prozent der Patienten in Gänserndorf wieder tagesklinisch behandeln lassen würden.

Ein Tag im MZG

Im weitläufigen Eingangsbereich wartet am Empfang ein junges Team, bestehend aus vier Frauen: Brigitte Beck, Martina Glock, Ilse Wagner und die Leiterin des Empfangs Liane Kuril. Egal, ob man zu einer Operation kommt oder in die Ambulanz möchte, hier bekommt man die erste Auskunft. Dann geht es weiter zu einem der 36 Mitarbeiter des MZG. Prim. Dr. Wolfgang Pichler, Ärztlicher Leiter am MZG: „Wir sind hier ein kleines, familiäres Team, in dem die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Der Ablauf wird gemeinsam organisiert und ich bin das Bindeglied.“ Turnusärzte werden in der schlanken Organisation des MZG nicht beschäftigt.
„Patienten, die zu uns kommen und vielleicht Zweifel haben, ob man sie in einer Tagesklinik ausreichend behandeln kann, können beruhigt sein: Es arbeiten sehr viele kompetente Ärzte am MZG, was eine hochprofessionelle Behandlung gewährleistet und worauf wir stolz sind“, erklärt Pichler. Egal, ob man nun zu einer Chemo­therapie oder einer Operation des Grauen Stars kommt, man ist gut aufgehoben.

Sieben Ambulanzen

Am MZG gibt es neben sechs fachspezifischen Ambulanzen auch eine allgemeinmedizinische Ambulanz. In dieser werden sowohl tagsüber als auch nachts alle Leistungen eines Hausarztes erbracht, erklärt Dr. Sonja Breier, Standortmanagerin und Allgemeinmedizinerin im MZG: „In der allgemeinen Ambulanz arbeiten insgesamt sechs Allgemeinmediziner, die sich abwechseln. Wir versorgen grippale oder Magen-Darm-Infekte, Mittelohrentzündungen, Alltags- und Arbeitsunfälle genauso wie Kreuzschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Insektenbisse. Generell ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner bei vielen Beschwerden, aber bei Bedarf können die Patienten jederzeit ins MZG kommen.“ Außerdem sind die Allgemeinmediziner im MZG für die Behandlung der onkologischen Patienten und der tagesklinischen Patienten zuständig sowie für die Assistenz bei Operationen. Die fachspezifischen Ambulanzen sind jeweils einmal pro Woche oder nach Vereinbarung geöffnet. Vor allem das Wundmanagement und die Schmerzambulanz werden von den Patienten sehr gerne genützt. Die Unfallchirurgische Ambulanz ist untertags geöffnet, ein Röntgentechniker ist ebenfalls täglich im Dienst. „Frische Wunden werden erst- und nachversorgt, genauso wie kleinere Verletzungen, die keinen operativen Eingriff erfordern. Ein Gipszimmer gibt es ebenfalls“, so Breier.

Tagesklinisch versorgt

Operationen finden im MZG vormittags von Montag bis Freitag statt. Rund fünf Operationen werden pro Tag durchgeführt, dafür steht ein Operationssaal zur Verfügung. Auf der hellen Tagesklinik können sich die Patienten nach der Operation erholen, um am Abend entlassen zu werden. „Jeder Patient bekommt einen Informationsfolder mit, wo drinnen steht, wie er sich nach der Operation daheim verhalten soll“, erklärt DGKS Sylvia Köllner, Stationsleitung im MZG. In diesem Infoblatt sollten alle Fragen beantwortet werden und man erfährt, wohin man sich wenden kann, wenn noch Fragen auftauchen. „Falls ein Patient nach einer Operation doch nicht entlassen werden kann, wird er zu unserem anderen Standort ins Landesklinikum Mistelbach gebracht“, erklärt Köllner. Zur Nachbehandlung können die Patienten wieder ins MZG kommen.

Vorreiter in Sachen Medizin

Moderne Behandlungsmethoden, schonende Operationstechniken und neue Narkoseverfahren ermöglichen, dass bei vielen Operationen Patienten morgens operiert und bereits am Abend in ihren eigenen vier Wänden sein können. Dadurch kommt es zu einer früheren Mobilisierung – und das ist im Sinne vieler Patienten. „Das MZG ist eine Einrichtung, die ihrer Zeit meiner Meinung nach voraus ist. Durch Faktoren wie Kostendruck, Ärztemangel und effizientere Operationstechniken werden sich Krankenhausaufenthalte verkürzen. Das heißt jedoch nicht, dass es ein Krankenhaus nicht mehr geben wird “, erklärt Pichler. „Die frühere Skepsis gegenüber einer Tagesklinik gibt es nicht mehr. Die Zahlen der Patientenbefragung zeigen, dass sich die Patienten im MZG sehr wohl fühlen und auch wiederkommen würden. Das haben wir durch eine sehr gute Versorgung durch das gesamte Team erreicht“, freut sich Pichler. Doch auch das MZG muss sich immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen: Durch die höhere Lebens­erwartung und den damit verbundenen Anstieg an Krebserkrankungen wird der onkologische Bereich wohl noch wachsen. Genauso wie das Wundmanagement für Menschen mit schlecht verheilenden Wunden, das von vielen in Anspruch genommen wird. Das MZG bleibt damit am Puls der Zeit – jetzt und in Zukunft.