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Neue Ausbildungen

OP-Assistenz, Gips-Assistenz, Röntgen-Assistenz, Labor-Assistenz, Obduktions-Assistenz und Medizinische Fachassistenz – für sie alle gibt es nun eine neue Ausbildung in Niederösterreichs Pflegeschulen.


FOTO: gesundheits- und krankenpflegeschule Horn

Assistieren, wenn ein Arm eingegipst wird, beim Einrichten von gebrochenen Knochen, die danach ruhiggestellt werden, einen Gipsverband anlegen oder die im Gipszimmer nötigen Materialien verwalten – all diese und viele andere Aufgaben übernimmt eine Gips-Assistentin oder ein Gips-Assistent.
Der Operations-Assistent assistiert den Ärzten im Operationssaal, bereitet ihn vor und sorgt während des Eingriffs dafür, dass das OP-Team immer genug Licht hat und vieles mehr.
Röntgen-Assistenten assistieren intensiv im Röntgen-Bereich, machen selbst Bilder, messen die Knochendichte, arbeiten an Untersuchungen im MR mit, holen und bringen Patienten, bereiten die Geräte vor und kümmern sich um die Materialverwaltung.

Modul-Aufbau

Für sie alle und weitere Berufsbilder dieser Medizinischen Assistenz-Berufe (MAB) ist die Ausbildung nun neu geregelt, nachdem der Bund 2012 ein neues Gesetz herausgebracht hat. Grundlage für die Ausbildung ist, dass man bereits eine abgeschlossene Lehre oder eine berufsbildende Schule abgeschlossen hat. Wer keine Berufsausbildung hat, macht die Ausbildung zur Fachassistenz (MFA, siehe unten). Weiters braucht man für MAB-Ausbildungen das sogenannte Basismodul mit 120 Stunden Theorie. Inhalte sind beispielsweise Erste Hilfe, eine Einführung in das Gesundheitswesen, ethische Aspekte der Gesundheitsversorgung, Kommunikation und Teamarbeit oder medizinische Terminologie. Diese Basis­module gibt es derzeit an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege in Horn und Neunkirchen sowie an der Schule für medizinische Assistenzberufe in St. Pölten. Anschließend besucht man die jeweiligen Module, die zwischen 650 und 1.100 Stunden Theorie und Praxis umfassen.

Fachassistenz lernen

Neu ist die Ausbildung zur Medizinischen Fachassistenz (MFA), eine Ausbildung, die zum Beispiel drei MAB-Ausbildungen einschließt. Die Ausbildung dauert etwa zwei Jahre und schließt dann mit einer Diplomarbeit ab. Voraussetzungen für diese Ausbildung sind neben der gesundheitlichen Eignung und der Vertrauenswürdigkeit, dass man mindestens neun Schulstufen positiv absolviert hat.
MABs und MFAs arbeiten in den NÖ Landes- und Universitätskliniken, aber auch in anderen Gesundheitseinrichtungen wie Ordinationen oder Kuranstalten.

Informationen:
www.pflegeschulen-noe.at