Mit allen Sinnen bewegt
400 glückliche Volksschulkinder feierten einen Bewegungstag voll Spiel und Spaß – und genossen ihn in vollen Zügen. Ein gelungener Abschluss für ein intensives und bewegtes Schuljahr.
Bewegung ist das Wichtigste für Kinder – denn nur mit genug Bewegung bleiben sie gesund und können sich gut entwickeln, und haben auch die Konzentrationsfähigkeit zum Lernen. Deshalb setzt die Initiative »Tut gut!« mit zahlreichen Projekten wie »Gesunde Schule« und »Bewegte Klasse« auf die Lust an der Bewegung. Und lud zum Abschluss der zweijährigen Pilotphase des Projektes »Bewegte Klasse« 400 Volksschulkinder zum „Fest der Sinne“ in die Sportwelt NÖ in St. Pölten.
„Es war spitze!“, reagieren Lehrkräfte und Kinder auf den intensiven und lustvollen Bewegungstag. Thomas aus der Volksschule Biberbach fand die Kletterwand spektakulär, seine Kolleginnen Melanie, Sophie, Laura, Michelle und Paulina sind sich einig: „Das Tanzen in der Tanzwelt haben wir besonders genossen.“ Und Fabian fand das Freerunning „wirklich cool“.
Einstimmig sind die Kinder der Meinung: „Am liebsten würden wir diesen Tag noch einmal erleben!“ Für die Kinder war es ein Tag voller Staunen und Mittun, bei dem alle Sinne angesprochen wurden: als „Feinschmecker“ konnten sie Ernährung erleben und das eigene Müsli mischen, in der Tanzwelt tanzten Indianer, Piraten, Ritter und Gespenster. Der Zirkus KAOS verführte, „Abenteuerland“, „Gipfelstürmer“ und „Springteufel“ lockten. Die Geschichtenerzählerin „Saga Susa“ lud in die Welt des Zuhörens.
Bewegungserfahrungen sammeln
Klassenlehrerin Claudia Wieser von der Privat-VS Gleiß lobt: „Die Stationen waren sehr gut von Fachkräften betreut und sie motivierten selbst unsportliche Kinder, verschiedenste Bewegungsformen auszuprobieren und Bewegungserfahrungen zu sammeln. Das Angebot war so umfassend, dass die Zeit fast zu knapp wurde. Unsere Kinder waren so begeistert und konnten sich nur schwer von diesem Angebot lösen.“
Und Direktorin Barbara Wildling ergänzt: „Für unsere Schule habe ich sehr viel gelernt und viele Ideen mitgenommen: Wie abwechslungsreich man Stationen im Turnsaal herrichten kann, wie ich Geräte sicher und in verschiedenster Weise verwenden und umfunktionieren kann, wie Slacklines richtig montiert und eingesetzt werden. Besonders gut hat mir die Tast- und Fühlstation gefallen. Ich werde diese Taststraße im nächsten Schuljahr unter anderem als Teil der bewegten Pause am Gang herrichten. Auch die Stationen im Freien wurden von unseren Schülern gerne angenommen und ich als Lehrerin wurde motiviert, wieder mehr Ballhockey mit den Kindern zu spielen.“
Und Direktorin Hannelore Schmidl von der VS Biberbach ergänzt: „Schon die Eröffnung sorgte für Heiterkeit und Spannung, die sich im Laufe des Festes noch steigerte. Die unzähligen unterschiedlichen Bewegungs- und Spielmöglichkeiten in den Stationen animierten die Kinder unermüdlich, sich mit Freude und Hingabe zu bewegen. Das Können zu steigern, Neues und Unbekanntes zu probieren, Mut zu zeigen und Spaß daran zu haben war eine wertvolle Erfahrung.“
Mit Begeisterung und Motivation
Das Fest war gleichzeitig Abschluss der zweijährigen Pilotphase mit begleitender Evaluierung des Projektes »Bewegte Klasse«. Dr. Edith Bulant-Wodak, Leiterin der Initiative »Tut gut!«, freut sich, dass die Lehrkräfte so viel Input für einen bewegten Schulalltag mitnehmen konnten. Und „es war einfach wirklich toll zu sehen, mit welcher Begeisterung und Motivation die Kinder die über 18 Stationen ausprobiert und mitgemacht haben.“
Sämtliche Informationen zum Projekt »Bewegte Klasse« sowie zu allen weiteren Programmen bzw. Projekten der Initiative »Tut gut!« finden Sie auf www.noetutgut.at oder
erhalten Sie an der »tut gut«-Hotline unter
02742/22655.
FOTO: Herbert Wojta-Stremayr
Bewegung für Schulen und Kindergruppen
- Zirkusschule: Die angehenden Jonglierkünstler können sich von den Jongliertüchern über Jonglierbälle aller Variationen bis hin zu den schwierigen Jonglierkeulen steigern. Auch Diabolos stehen momentan voll im Trend. Der Nutzen: Neben der Schulung der Motorik steigert Jonglieren die Konzentration, die Wahrnehmung, die Reaktion und wirkt für das Gehirn wie eine Sauerstoffdusche – Gehirnjogging in Perfektion.
- Sinnesparcours: Aus einfachsten Alltagsmaterialien lässt sich ein Sinnesparcours im Pausenhof oder zuhause aufbauen – mit unterschiedlichen Materialien zum Barfußgehen, von alten Kronenkorken bis hin zu Styroporkügelchen – spitze oder weiche Materialien, der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Je mehr Sinneseindrücken man ausgesetzt wird, desto mehr „Zwischenschaltstellen“ bilden sich aus. Ein Grundstein für rasche Auffassungsgabe, Assoziationen und Kreativität im späteren Leben. Nebenbei trainiert man das Gleichgewicht und kräftigt die Fußmuskulatur. Auch Taststationen mit den Händen tragen viel zu solchen Sinneseindrücken bei – vom Matsch bis zu spitzen Materialien.
- Tanzwelt: Aktuelle Musik – ein paar einfache Tanzschritte und rhythmische Bewegungen. Selbst bei Burschen kann man mit aktuellen Songs und einer netten Choreographie die Hemmschwelle zur Rhythmusschulung überwinden.
- Rope-Skipping: Schnurspringen ist nicht gleich Schnurspringen – mit vielerlei „Moves“ kann man selbst mit einer Sprungschnur zum Akrobat werden.
- Kreativstation: Aus Flaschen, Zeitungspapier, Kleister und Farbe sein eigenes Musikinstrument basteln.
- Ball und Co: Es muss nicht immer Völkerball sein – Spielanregungen vom Hockeyparcours bis zum Fußballtennis – so sind auch Mädchen immer am Ball.
- Balancierkünstler mit Pedalos, Einrädern, Slacklines: Ideal für die Schulpause – schult das Gleichgewicht, die Konzentrationsfähigkeit und viele Komponenten der Koordination.





