Ihr Blut ist gefragt
Gerade im Sommer werden die Blut-Vorräte in den NÖ Kliniken nicht so rasch aufgefüllt wie sonst. Daher rufen das Rote Kreuz und die NÖ Landeskliniken-Holding zum Spenden auf.

Viele Unterstützer beim Start der Blutspendeaktion #Herzblutchallenge im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf (v. l.): Kaufmännischer Direktor Dipl. KH-BW Josef Kober, Gemeinderat Josef Schimmer (Mistelbach), der Ärztliche Leiter der Blutbank Prim. Dr. Harald Rubey, Oberstleutnant Hans-Peter Hohlweg (Bataillonskommandant Bolfraskaserne), Ärztlicher Direktor Univ.- Doz. Prim. Dr. Otto Traindl, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Josef Stöckelmayer (Finanzamt Mistelbach-Gänserndorf), Mag. Viktor Falschlehner (Bezirkshauptmannschaft Mistelbach), Stadträtin Ingeborg Pelzelmayer (Mistelbach), stv. Direktor Dipl. Pädagoge Werner Seltenhammer (Berufsschule Mistelbach), Anton Weinmann (Finanzamt Mistelbach-Gänserndorf) sowie Bezirkspolizeikommandant Oberst Florian Ladengruber und beim Blutspenden der organisatorische Leiter der Blutbank MTF Erich Haberl mit stv. Pflegedirektorin Osr. DGKS Gabriele Rudorfer (v. l.).
55.000 Blutkonserven benötigten die NÖ Kliniken im Vorjahr. Blut zählt zu den wichtigsten Medikamenten und ist nach wie vor nicht künstlich herstellbar. Damit trotz Urlaubszeit und Hitzewellen in den Sommermonaten ausreichend Blut für die Patientinnen und Patienten zur Verfügung steht, ist es wichtig, dass Spenderinnen und Spender gerade jetzt für ihre Mitmenschen aktiv werden. Rotes Kreuz und NÖ Landeskliniken-Holding starteten daher noch vor der Fußball-Europameisterschaft eine Aktion, um die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zur Blutspende zu motivieren. Kern dieser „#Herzblutchallenge“ war ein EM-Tippspiel, dessen Anmeldeschluss bereits vor dem Erscheinungstermin von GESUND&LEBEN endete. Nach den ersten Zahlen zu schließen motivierte das Tippspiel viele Menschen zum Blutspenden. Eine Bilanz lässt sich allerdings erst in einigen Wochen ziehen. Wer sich für die „#Herzblutchallenge“ angemeldet hat, kann seinen Tipp noch einige Tage durch eine Blutspende aktivieren. Ziel der Blutspende-Kampagne ist es, möglichst viele Menschen zum Blutspenden zu motivieren. Erfahrungen zeigen, dass Blutspender selbst wichtige Botschafter sind. Deshalb setzen die Initiatoren auf den Schneeball-Effekt und bitten die Spenderinnen und Spender im privaten Umkreis Werbung zu machen. Doch echte Sportsfreunde und jeder verantwortungsvolle Mensch spendet Blut, weil es nötig ist. Spenden können Sie in den Blutbanken des Universitätsklinikums St. Pölten oder des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf sowie bei zahlreichen Spende-Aktionen der Blutbanken in den NÖ Gemeinden.n
Informationen: www.blutbank.at
Wer darf Blut spenden?
- Alter: 18-60/65 (Mehrfachspender 18-65 Jahre)
- BMI: mindestens 19
- Gewicht: mindestens 50 kg
- Blutdruck systolisch: 100-180
- Blutdruck diastolisch: 60-100
- Puls: 50-100
- Anzahl der Spenden im Jahr: Männer bis zu 6-mal/Jahr, Frauen bis zu4-mal/Jahr, nach Menopause bis zu 5-mal/Jahr
Wie läuft die Spende ab?
In den beiden Blutspende-Einrichtungen in den Kliniken St. Pölten und Mistelbach-Gänserndorf werden die Spender freundlich empfangen und zuerst mit allen Informationen versorgt. Jeder Freiwillige füllt ein Formular aus und beantwortet Fragen nach Gesundheit und Vorgeschichte. Danach werden Blutdruck, Puls und Temperatur gemessen. Durch einen kleinen Stich in den Finger wird eine Probe für den Hämoglobintest abgenommen. Die Menge des roten Blutfarbstoffes entscheidet, ob eine Spende möglich ist. Nach der Anamnese (ärztliche Befragung zur gesundheitlichen Vorgeschichte ) und Freigabe durch den Arzt geht es dann weiter zur Blutspende. Eine Präzisionswaage garantiert, dass die Maximalabnahmemenge von 450 ml genau eingehalten wird. Um nach der Spende die vorgeschriebene Ruhezeit von 30 Minuten so angenehm wie möglich zu gestalten, werden Erfrischungsgetränke angeboten. Jeder Spender erhält ein kleines Geschenk als Dankeschön.




