Ich – einmal anders!
Wer bin ich abseits meiner Routinen, meines Alltags? Mit diesem Thema beschäftigen sich die neuen Vorträge für „Gesunde Gemeinden“, die die Initiative »Tut gut!« zum Themenbereich mentales Gesundsein fördert.
Körper, Geist und Seele – alle drei Bereiche brauchen unsere Zuwendung. Deshalb ist das mentale Gesundsein ein Kernthema in der Prävention. Die Initiative »Tut gut!« bietet ihren 350 „Gesunden Gemeinden“ in Niederösterreich auch 2014 Vorträge an, die gefördert werden, und zwar zum Thema »ICH – einmal anders!«. GESUND&LEBEN sprach darüber mit zwei der Referentinnen, mit Sozialpädagogin, Trainerin und Bewegungstherapeutin Sabine Edinger und der Klinischen und Gesundheitspsychologin und Mediatorin Mag. Christine Knes.
GESUND&LEBEN: »ICH – einmal anders!«: Was bedeutet das? Worum geht es in den Vorträgen?
Knes: Das bedeutet konkret: Ich bin mehr als meine Routine, mehr als mein Job, mehr als meine gesellschaftliche und familiäre Stellung und meine alltäglichen Aufgaben. Mir vorzustellen, ich könnte auch anders, hilft mir, Beweglichkeit in mein Leben zu bringen. Ich kann andere Seiten in mir entdecken, die mir bisher nicht bewusst waren und feststellen: Ich habe viele Facetten, ich kann flexibel sein, mutig, gemütlich, großzügig, friedfertig, interessiert und vieles mehr.
Edinger: Wenn Sie sich selbst beobachten, können Sie im Alltag viele Routinedinge finden, die sich auch einmal anders tun lassen. Putzen Sie sich als Rechtshänder mit links die Zähne, streichen Sie sich eine neue Marmelade aufs Brot, nehmen Sie einen anderen als den gewohnten Weg, tauschen Sie bewusst mit jenen Menschen ein paar Worte, die Sie sonst vielleicht nur grüßen, schauen Sie sich die Welt aus einem anderen Blickwinkel an – die Kronen der Bäume oder auch die kleine Blume am Wegesrand. Erstaunlich ist, dass bereits kleine Veränderungen in der Alltagsroutine Auswirkung zeigen.
GESUND&LEBEN: Gewohnheit und Neues – beides ist wichtig. Wie merke ich, dass ich mehr Neues in mein Leben lassen sollte?
Edinger: Ohne Gewohnheit wäre unser Leben sehr anstrengend, wir müssten uns ständig neu orientieren. Wenn ich aber merke, dass mir die Freude fehlt, dass mich gewisse Abläufe und Routinen langweilen, dass ich das Gefühl habe, nur noch zu funktionieren, dann ist es Zeit, Dinge an mir oder in meinem Umfeld zu verändern und anders zu machen.
Knes: Um herauszufinden, was mich glücklich macht, muss ich nur darauf achten, worin und womit ich Freude habe, was mir Spaß macht, was mich erfüllt und mein Herz mit Zufriedenheit erfüllt. Vielleicht spüre ich immer Freude, wenn ich in der Natur war, wenn ich in Bewegung bin, wenn ich mich mit Freunden austausche, wenn ich etwas Kreatives oder Handwerkliches produziere oder etwas ordne und strukturiere. Falls Sie meinen, keine Ahnung zu haben, was Ihnen Freude bereiten kann, probieren Sie dennoch Verschiedenes aus und lassen Sie sich darauf ein. Nicht selten lassen wir uns auch von unseren Freunden zu Neuem anregen. Also: Experimentieren Sie und lassen Sie sich überraschen, was Sie alles entdecken werden.
Sabine Edinger und Mag. Christine Knes sind Referentinnen der neuen Vorträge der Initiative »Tut gut!« für „Gesunde Gemeinden“.
»ICH – einmal anders!« lautet das Thema der neuen Vorträge der Initiative »Tut gut!« für „Gesunde Gemeinden“. Zum Downloaden auf www.noetutgut.at
Buchtipp
„Wohlbefinden und Lebenssinn. Wege zum mentalen Gesundsein“ das Buch der Initiative »Tut gut!« wurde von den beiden Referentinnen Sabine Edinger und Mag. Christine Knes und der Chefredakteurin von GESUND&LEBEN, Mag. Riki Ritter-Börner, in Kooperation mit zahlreichen Experten geschrieben. Jede Niederösterreicherin, jeder Niederösterreicher kann es gratis beziehen, lediglich die Versandkosten muss man bezahlen. Das Buch ist erhältlich bei der »tut gut«-Hotline 02742/22655 oder unter bestellung@noetutgut.at. Oder als Download: www.noetutgut.at





