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Bessere Palliativ-Versorgung

In Niederösterreich wurde unter Federführung des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds ein Konzept für eine flächendeckende, integrierte Hospiz- und Palliativ-Versorgung entwickelt und seither konsequent umgesetzt. Ziel ist dabei, eine qualitativ hochwertige Hospiz- und Palliativversorgung für alle Menschen, die sie benötigen, anzubieten.


Insgesamt kann Niederösterreich mit den derzeit 31 mobilen Hospizteams, den 24 mobilen Palliativteams bzw. Palliativ-konsiliardiensten, den vier Palliativstationen in den Kliniken und den sieben stationären Hospizen in den Pflegeheimen eine nahezu flächen­deckende Versorgung für aktuell rund 5.000 zu betreuende Personen pro Jahr anbieten und ist damit Vorreiter im Vergleich zu anderen Bundesländern. Einige NÖ Landespflegeheime haben sich auf die Hospiz- und Schwerstpflege spezialisiert. An den Standorten Melk, Mistelbach, Mödling, Tulln und Wiener Neustadt, wo es je ein stationäres Hospiz gibt, stehen statt bisher sechs ab sofort je zehn bis 15 Plätze zur Verfügung. Damit wird das Angebot mit rund 70 Betten in den Heimen nahezu verdoppelt und eine wohnortnahe Versorgung ermöglicht. So ist es für Angehörige einfacher, die Patienten zu besuchen. Möglich ist dies dank der hohen Qualität der Betreuung in den Häusern, wobei auch speziell geschulte Ehrenamtliche in die Lebens- und Sterbe-begleitung miteinbezogen werden.
Im Landespflegeheim St. Pölten gibt es das einzige Tages-hospiz in Niederösterreich. Seit einigen Jahren läuft im stationären Pflegebereich außerdem der sogenannte Implementierungsprozess „Hospizkultur und Palliative Care im Heim“, bei dem die Mitarbeiter in den Häusern speziell ausgebildet und geschult werden. 32 NÖ Pflegeheime sind derzeit in der Umsetzung dieses Prozesses, davon 25 Landesheime.