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Kleine Gartenparadiese

Balkon oder Terrasse: Mit einigen Tricks lässt sich viel machen – Naschen, Zierde und Selbstversorgung geben den Anreiz zu spannenden Gestaltungen im Topf oder Kistl.


Kräuter spielen am Balkon eine große Rolle. Sie sind meist anspruchslos und gedeihen auch in kleineren Gefäßen hervorragend. Foto: Natur im Garten/Benes-Oeller

Vor allem Kräuter spielen am Balkon eine große Rolle. Sie sind meist anspruchslos und gedeihen auch in kleineren Gefäßen hervorragend. Kräuter, die Wärme lieben, Trockenheit gut vertragen und sich deshalb gut zusammen in ein Gefäß setzen lassen, sind etwa Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut, Oregano und Salbei. Besonders stilvoll sehen sie in Terrakotta- oder Tontöpfen aus und verströmen, mit Kies und Steinen dekoriert, ein sommerlich-mediterranes Flair.
Ebenfalls aromatisch und aus unseren Küchen nicht wegzudenken, sind Kräuter, die es lieber etwas frischer und feuchter mögen und über mehr Blattmasse verfügen wie Petersilie, Minze, Zitronenmelisse, Basilikum, Kerbel und Schnittlauch. Die Minze und die Zitronenmelisse können sich ziemlich ausbreiten und andere Pflanzen bedrängen, daher besser alleine in ein Gefäß pflanzen. Basilikum ist zwar etwas empfindlich, aber sein Geschmack lohnt jegliche Mühe. Gießen Sie es regelmäßig und lassen Sie den Topf nie ganz austrocknen, dann hält es länger. Basilikum kann laufend nachgesät werden, was wegen seiner Kurzlebigkeit oft notwendig ist. Dafür ist es aber ein rascher und zuverlässiger Keimer.

Für Auge & Gaumen

Eine perfekte Kombination für das Balkonkisterl ist Erdbeere und Ringelblume. Es gibt zahlreiche Erdbeersorten – probieren Sie doch eine Monatserdbeere (Fragaria vesca var. semperflorens), diese versorgt Sie beinahe bis zum Frost mit frischen Früchten, die himmlisch nach Walderdbeeren schmecken. Die Ringelblume ist ebenfalls ein verlässlicher Blüher bis weit in den Herbst hinein und bringt mit ihren leuchtenden Gelb- und Orangetönen, die wunderbar das tiefe Rot der Erdbeerfrüchte unterstreichen, schöne Farbtupfer in den Balkongarten. Ihre Blütenblätter können getrocknet und als Teebeigabe verwendet werden; sie zieren aber auch sommerliche Desserts oder lassen sich zu Blüteneiswürfeln verarbeiten.
Auf Balkonen in der Stadt herrscht oft ein eigenes Mikroklima, das von sehr heiß und trocken bis windig reichen kann. Wärmeliebenden Gemüsesorten wie Paradeiser, Paprika und Chili kommt dies sehr zugute und sie entwickeln sich auf vor dem Regen geschützten Balkonen meist prächtig.

Gesunde Pflanzen

Empfehlenswert ist organischer Dünger, da dieser die Nährstoffe langsam freisetzt, was den Pflanzen gut tut und sie gesund und stark macht. Das kann in Form von Kompost sein, oder Sie besorgen sich organischen Flüssigdünger im Fach­handel. Komposttee ist ebenfalls für Pflanzen in Gefäßen geeignet und leicht anzuwenden.
Übrigens: Eine dünne Mulchschicht tut besonders Balkonpflanzen gut, denn sie schützt die Erde vor dem Austrocknen durch starke Sonnenbestrahlung und Wind. Sie können dafür Rasen/Grünschnitt oder Flachsschäben verwenden. Mediterrane Pflanzenschätze werden durch eine Mulchung mit Kies oder Steinen, die Wärme speichern, vor Frost geschützt. Erdbeeren mögen ein Bett aus Stroh, das zusätzlich den Vorteil hat, dass die Früchte nicht auf der Erde aufliegen und so schön sauber bleiben.

Informationen:
„Natur im Garten“-Telefon: 02742/74333, www.naturimgarten.at